#Leipzig – Sven van Thom @ Täubchenthal (Laing Vorband)

Wie oft ist es schon passiert, dass man bei einem Konzert hofft, dass die bis dato unbekannte Vorband doch bitte bitte endlich fertig wird? Etwas irritiert war ich schon, als da dieser Mann mit der schimmernden Hose auf die Bühne trat. „Schon wieder ’n Liedermachher..“, dachte ich bei mir, aber ich wurde eines besseren belehrt.

„Ick bin nich Laing, ick bin nur die Vorband!“ Sven van Thom, meine Damen und Herren, was habe ich gelacht!

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Ganz hervorragende, ironische Texte, eine gut gestimmte E-Gitarre und das ganze verarbeitet mit einer Loop Station. Van Thom beschreibt seinen Musikstil selber als „Folk, Country, Pop, Rock, Hip Hop, Comedy“ und singt über Menschen, die bereits im März mit der Silvesterplanung beginnen (Scheiß Silvester), über den korrekten Vater seiner Freundin (Ihr Vater ist ein Nazi), obwohl er doch eigentlich Single ist und noch eine (Bei-)Schlafgelegenheit (Erotik oder Tanz den Spatz) sucht. Bereits beim zweiten Lied hat van Thom das Publikum in der Tasche und die Lacher auf seiner Seite. Wie er zwischen Gitarren- und Rapmusik hin und her schwenkt, zeugt außerdem von viel Liebe zur Musik und wird abgerundet durch seine Berliner Schnauze zwischendrin.

Wem van Thom’s Stimme „irgendwie bekannt“ vorkommt, dann könnte es daran liegen, dass er 2001 den Hit Liebficken mit seiner damaligen Band Sofaplanet hatte. (Mit Larissa von Laing, stand Sven van Thom übrigens auch schon unter dem Namen Machete auf der Bühne.) Daher ist es auch nicht weiter verwunderlich, wie van Thom schamlos mit seiner Ist-mir-nicht-peinlich-Attitüde über die Bühne tanzt und zusammen mit seiner Berliner Art einfach nur unglaublich sympathisch und witzig ist. Auch abseits der Bühne trifft man einen gut gelaunten und angenehmen Künstler, der sich beim CD-Verkauf auf einen Plausch einlässt und bereitwillig mit Käufernamen signiert (ein Geschenk für den NerdMann).
Den meisten Spaß hatte ich allerdings bei Erotik, welches mir sofort als Ohrwurm hängengeblieben ist. (Hier das offizielle Musikvideo, aber ich wollte euch visuell nicht gleich so überfordern.. hihi.. daher lieber erstmal das Livevideo unten gucken.)

Zu guter Letzt möchte ich euch noch in den neuen It-Tanz einweihen, den uns van Thom aus der Hauptstadt mitgebracht hat. Ein Mädelsmagnet und absolut diskotauglich!


#Leipzig – Laing @ Täubchenthal

Montag Abend war ich auf Mission Musik. Diesmal verbrachte ich den Abend mit den Mädels von Laing (das spricht man „La-ing“, nicht „Leing“). Vielleicht denkst du jetzt, „Laing? Kenne ich nicht!“, aber mit Sicherheit hast du schon mal ihren Song Morgens immer müde gehört oder ihre zwei grandiosen Auftritte beim Eurovision Song Contest 2015 gesehen (Platz 4)?

Morgens immer müde ist definitiv eines meiner Favoriten der Band, aber eigentlich ist es nicht wirklich repräsentativ, denn Laing zeichnen sich vor allem durch ihre unwiderstehlichen deutschen Texte aus, die eine Mischung aus herrlichen Reimen und witzigen Anekdoten sind.

Live sind Laing auch jedes Mal ein Erlebnis. Das Publikum tanzt, singt lautstark mit und ist teilweise so fasziniert von der Umsetzung der Songs, dass es manchmal sogar vergisst im Takt zu wippen. Es wird viel mit Licht gespielt, es gibt stimmige Choreographien zu sehen und wenn man weit genug vorn steht, kann man die fantastische Mimikshow der Mädels genießen.

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Die Location Täubchenthal fand ich sehr gut gewählt. Die Halle war gemütlich, intim, unkompliziert, aber mit großer Wirkung und passte perfekt zur Band.

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Zwischen Publikum und Bühne gab es keine Security und keinen Graben, für das absolute Nah-an-der-Band-Gefühl.

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Frontfrau Nicola gewinnt die Herzen des Publikums mit Charme und fesselt (nicht nur) mit ihren Ansagen von der ersten Minute. Komplementiert wird sie durch ihre Sidekicks Johanna und Larissa. Stimmlich passen die drei perfekt zusammen und singen sich einmal quer durch alle Oktaven. Auch die Vierte im Bunde, Choreografin und Tänzerin Marisa, weiß mit ihrem Tanzstil zu überzeugen und lässt das zappelnde Publikum alt aussehen, wenn sie einen ihrer berühmten Soloauftritte aufs Parkett legt.

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Ich war nun schon das dritte Mal bei einem Gig von Laing und es hat sich wie immer gelohnt. Meine persönlichen Höhepunkte der Show waren der vom Publikum (erste Reihe!) organisierte Konfettiregen bei Karneval der Gefühle, der sogar die Mädels von Laing zum Lachen brachte,

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die Inszenierung von Wechselt die Beleuchtung, ein unglaublich stimmungsvoller Start in den Abend, (live aus Stuttgart anzusehen),

und die Tatsache, dass man sich nach dem Konzert noch mit den Mädels am Merchandise-Stand unterhalten und Fotos machen konnte. Außerdem war ich vom ersten Augenblick an in Larissa verliebt, die ich bis dahin noch nicht live erlebt hatte und die mir einfach unglaublich sympathisch war.

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Hier noch die Setliste zum Konzert im Täubchenthal / Leipzig, 23.03.2015

  1. Wechselt Die Beleuchtung
  2. Maschinell
  3. Zeig Deine Muskeln
  4. Schwächen
  5. Natascha
  6. Kaugummi
  7. Dein, Deine, Am Deinsten
  8. Karneval Der Gefühle
  9. Sagen Sie Sie
  10. Sei Doch Bitte Wieder Gut
  11. Mit Zucker
  12. Paradies Naiv
  13. Pleite
  14. Safari

Zugabe:

  1. Neue Liebe
  2. Nacht für Nacht
  3. Sehnsucht
  4. Morgens immer müde

Letzte Zugabe:

  1. Das Letzte Lied
  2. Immer wenn ich traurig bin

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Vorband war übrigens Sven van Thom, der so gut war, dass ich ihm einfach einen extra Blogpost widmen musste.




#Belantis 01 – Freizeitparkliebe mit Jahresticket

Eigene Kinder sind ein herrlicher Vorwand für Dinge, die man eigentlich nicht mehr mach[en darf]t :

  • Eis essen ab +10°
  • regelmäßig Shaun das Schaf oder Pettersson und Findus gucken
  • mit Lego bauen
  • zügelloses „Aaawwww, guck mal wie süß!“-Klamotten-Shopping
  • Vespermahlzeiten (aka Kakao mit Sahne und Kekse)
  • Lagerfeuer mit Stockbrot
  • Lampionumzüge
  • Verkleiden an Halloween (nämlich als Harry Potter – jaaaaa!)
  • große Mengen an Nudeln mit Tomatensoße konsumieren

und

  • eine Jahreskarte für einen Freizeitpark besitzen

b_fdpIn meinem Fall für Ostdeutschlands größten Freizeitpark Belantis. Und was freue ich mich, dass der Park am 02. April endlich wieder öffnet!

Wenn ich mit meinen Jungs nach dem Kita-Mittagsschlaf entspannt raus fahre, bleiben uns meist 3h bis der Park schließt. An unspektakulären Tagen mitten in der Woche, ist der Park auch wenig frequentiert, was bedeutet, dass man kaum Wartezeiten an den Fahrgeschäften hat und die Spielplätze nicht überfüllt sind. Am tollsten ist natürlich der Wasserspielplatz am Piratenschiff. Wenn die Fahrgeschäfte allmählich schließen (ca. 30 Min – 1h vor Parkschließzeit), hat man noch genügend Zeit (und Power) um auf diesem, oder einem der anderen zahlreichen schönen Plätze, zu toben.
(Eine Übersicht der Öffnungszeiten bekommt ihr mit einem Klick auf die Tabelle.
Öffnungzeiten-Übersicht ©belantis.de)

b_oeIm letzten Jahr bekamen Kinder bis 1,10m den Eintritt geschenkt, 2015 hat man diese Regelung auf „Kinder haben nun bis einschließlich 4 Jahren freien Eintritt!“ geändert. Das Jahresticket kostet 59,90€. Gegenüber dem Einzelticket für einen Erwachsenen (29,90€), hat man seinen Kartenpreis also bereits beim dritten Parkbesuch wieder drin. Für mich hat sich das schon lange gerechnet, dabei ist mein Ticket noch bis Juli 2015 gültig.

Fahrgeschäfte gibt es, auch für die Kleinen, mehr als genug. Zwar sind viele Attraktionen erst ab 6+, aber für die 2-5-Jährigen gibt es dennoch genug zu erleben. Meistens schaffen wir in unseren drei Stunden nicht mal alles, was wir uns vorgenommen haben. Daher lohnt sich Belantis vor allem für Familien aus der Umgebung, in Kombination mit einem Jahresticket, damit man kürzere, aber dafür häufigere Parkbesuche erleben kann. Wir verschenken beispielsweise gern selbstgebastelte Gutscheine für einen Besuch im Freizeitpark. Die Eltern des beschenkten Kindes freuen sich dann darüber, dass sie nicht mitgehen müssen :-) Mir macht es aber auch unheimlich viel Spaß meine Kinder und ihre Freunde zu begleiten und zu beobachten, wie sie mit großen Augen von Erlebniswelt zu Erlebniswelt laufen. (Dieser Blogpost ist also nicht gekauft, ich bekomme keinen Rabatt, ich schreibe aus Mama-Überzeugung und mit einer großen Vorliebe für Freizeitparks :-D)

Und was geht gar nicht? Natürlich die Preise für Essen & Getränke, aber leckere Verpflegung für ein paar Stunden passt in einen normalen Rucksack und tut keinem beim Tragen weh.

Weitere Informationen, Parkplan, Fahrgeschäfte-Übersicht, Anfahrt, alle Eintrittspreise, usw., könnt ihr auf der offiziellen Homepage nachlesen: belantis.de

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Und falls sich am Ende doch mehrere Erwachsene zusammenschließen, ist bestimmt auch Zeit mal die Mega-Achterbahn HURACAN auszuprobieren.
(Ich warte dann unten und bin freiwillig die „Mutige“, die auf alle Kids aufpasst :-D)


Made-My-Day-17/03/15

Ich kann nicht aufhören zu lachen… LOL

GoGirl – Don’t take life sitting down

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„GoGirl is the way to stand up to crowded, disgusting, distant or non-existent bathrooms. It’s a female urination device that allows you to urinate while standing up. It’s neat. It’s discreet. It’s hygienic.“
(Bilder & Text: go-girl.com)

THIS definitly made my day! :-D


James Dashner – Die Auserwählten Im Labyrinth (Bd.1)

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Autor:
James Dashner
Titel: Die Auserwählten – Im Labyrinth
Originaltitel: The Maze Runner
Protagonist: Thomas
Ein- oder Mehrteiler: Band 1 Die Auserwählten (Triologie),
(
Band 2: Die Auserwählten – In Der Brandwüste, Band 3: Die Auserwählten – In Der Todeszone)
Genre: Science-Fiction, Fantasy, Dystopie, Jugendbuch
Verlag: Chicken House
Erscheinungsjahr: 2011
Umfang: 358 Seiten
Format: epub

Handlungsübersicht: Sein Name ist Thomas. An mehr kann er sich nicht erinnern. Und er ist an einem bizarren Ort gelandet – einer Lichtung, umgeben von einem riesigen Labyrinth.
Zusammen mit fünfzig Jungen, denen es genauso geht wie ihm, sucht Thomas einen Weg in die Freiheit. Der führt durch das Labyrinth, dessen gewaltige Mauern sich Nacht für Nacht verschieben, und in dem mörderische Kreaturen lauern. Doch gibt es wirklich einen Weg hinaus? Und wer hat sich dieses grauenvolle Szenario ausgedacht? Den Jungen bleibt nicht viel Zeit, um es herauszufinden. (Amazon.de)

Gesamteindruck: Gemeinsam mit einem gedächtnislosen Thomas sitzen wir am Anfang des Buches in einer schwarzen Kiste, die sich als Aufzug entpuppt. Mehr Informationen gibt es auch erstmal weder für Thomas, noch für den Leser. Auch wenn Dashners Buchanfang absichtlich so gewählt ist, dass man zwar in diese neue, sehr gewöhnungsbedürftige, Welt eintauchen darf, aber überhaupt keine Antworten bekommt, färbt Thomas‘ Frustration schnell auf den Leser ab. Ich war schon kurz davor das Buch wieder weg zu legen, doch die Neugier, was es mit diesem verdammten Labyrinth auf sich hat und warum dort knapp 50 Jugendliche gefangen gehalten werden, hielt mich letztlich zurück. Hat man sich erstmal durch den Anfang gelesen und verstanden, dass diese „Länge“ Dashners Stilmittel ist, dem Leser zu suggerieren, „Du bist hier genauso gefangen wie Thomas, also sei still und lies einfach weiter“, nimmt das Buch gewaltig an Fahrt auf. Die Ereignisse (und Enthüllungen) überschlagen sich und während man noch dabei ist, sich zu orientieren, Namen zuzuordnen und überlegt, welche Bedeutung hinter Worten wie „Strunk“ oder „klonk“ steht (einem erfundenen Slang der Labyrinth-Bewohner), steckt man schon mitten drin im Buch und möchte Thomas bei seinen Erkundungen nicht mehr von der Seite weichen.

Bei all der Schnelligkeit, mit der die Katastrophen letztlich über Thomas und den anderen Jungs hereinbrechen, wundert es nicht, dass die Charaktere im Buch nicht sonderlich viel Tiefe vorzuweisen haben. Es ist schwer die verschiedenen Jungs auseinander zu halten, da sie alle eine gewisse Gleichheit haben. Auch über Protagonist Thomas erfährt man nicht genug, um wirklich mit ihm leiden zu können und seine Entscheidungen sind teilweise schwer nachzuvollziehen. Meiner Meinung nach liegt der Fokus des Buches ganz klar auf der Story und nicht auf dem Innenleben der Figuren und wenn man sich damit anfreunden kann, ist das Buch wirklich lesenswert.

Und wie es eine gute Triologie an sich hat, ist auch das Ende ganz anders als erwartet und bietet einen Cliffhänger, der den Leser sofort zum zweiten Band greifen lässt.

Sidefact: Zur Die Auserwählten Triologie gibt es desweiteren zwei Prequels. In Deutschland erscheint Die Auserwählten – The Kill Order im August 2015 und erzählt die Verwandlungsgeschichte unserer Welt in die Dystopie, wie wir sie in Die Auserwählten – Im Labyrinth (also Band 1 der Triologie) vorfinden. The Fever Code soll 2016 veröffentlicht werden und wird die Brücke zwischen Kill Order und Im Labyrinth schlagen.

Fazit: *** (3/5) Gute Dystopie mit spannender Story, aber einigen Charakterschwächen.
Empfehlung für: Fans von Die Bestimmung, Die Tribute Von Panem oder Cassia & Ky
Verfilmung: Maze Runner – Die Auserwählten im Labyrinth (im Original: The Maze Runner), 2014