#Florenz 12 – San Miniato al Monte

Auf dem Monte angekommen, der einer der höchsten Punkte von Florenz ist, finden wir endlich auch den Wind wieder, der in Form eines leichten Lüftchen um die San Miniato al Monte weht. Diese Kirche gilt als eine der schönsten in Italien, nicht grundlos, wie ich finde.

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Die Aussicht vom Monte über Florenz ist atemberaubend.

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Zusammen mit ein paar vereinzelten Sonnenstrahlen, die sich durch die Wolken gekämpft haben, und dem warmen Wind um unsere Nasen, können wir es gar nicht glauben, dass dies unser letzter Tag in Florenz ist und morgen bereits die Heimreise auf uns wartet. Doch ein Abend bleibt uns noch und wir werden ihn spektakulärer verbringen als ursprünglich geplant.


#Wortreich – Die Bestimmung Tödliche Wahrheit Band 2 (Veronica Roth)

Ich weiß nicht, was ich sagen oder tun soll, wenn er so unberechenbar ist, und dieses Unberechenbare brodelt jetzt ganz dicht unter der Oberfläche, genauso wie bei mir. In uns beiden tobt ein Krieg. Manchmal hilft er uns zu überleben. Manchmal bringt er uns fast um.

Irgendwo habe ich mal gelesen, dass sich das Weinen wissenschaftlich nicht erklären lässt. Tränen sind nur dazu da, die Augen zu benetzen. Es gibt keinen Grund dafür, dass die Tränendrüsen nur wegen eines Gefühls mehr Tränen produzieren. Ich denke, wir weinen, damit wir den tierischen Regungen in uns Raum geben können, ohne dass wir unsere Menschlichkeit aufgeben. Denn in meinem Inneren ist ein Tier, das knurrt und schnaubt und an seinen Ketten zerrt, um in die Freiheit und vor allem ins Leben zu gelangen. Und sosehr ich mich auch bemühe, ich kann dieses Tier nicht töten.

Vielleicht sind wir alle zwei schlecht, aber zwischen uns besteht ein großer Unterschied – ich bin nicht damit zufrieden wie ich bin.

Ich sollte mich selbst nicht wichtig nehmen, nach vorne blicken und hoffen, dass ich bei dem, was kommen mag, besser sein werde als jetzt.

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass die Menschen aus vielen verschiedenen Schichten von Geheimnissen bestehen. Man glaubt, sie zu kennen, sie zu verstehen, aber ihre wahren, innersten Beweggründe bleiben einem immer verborgen, bleiben tief in ihrem Herzen vergraben. Man kann einen Menschen niemals wirklich kennen, auch wenn man manchmal Vertrauen zu ihm fasst.

* Was ist Wortreich?


#Florenz 11 – Die Besteigung des Monte

Es sind noch immer weit über 30°, es ist nach wie vor Windstill und der Reiseführer sagt, wir brauchen ca. 1h zu Fuß zur San Miniato al Monte, der Kirche auf einem der höchsten Punkte der Stadt, dem Monte. Meine Begeisterung hält sich also in Grenzen, als wir uns an den geschwungenen Aufstieg machen.

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Doch bereits nach etwa 15 Minuten erreichen wir den großen Tourisenparkplatz Piazzale Michelangelo, der die Hälfte der Strecke markiert und stellen fest, dass der „Berg“ eher ein Hügel ist. Das hält den italienischen Tourismus allerdings nicht davon ab, Busfahrten anzubieten die auf eben diesem Parkplatz Stopps einlegen, damit sich eine Vielzahl von Verkäufern um die Gunst deines Geldbeutels schlagen bemühen und lauter Ramsch den Besitzer wechseln kann.
Völlig kostenfrei hingegen ist der erste Blick über die Altstadt von Florenz, der mich nicht grundlos sofort an Assassin’s Creed Brotherhood erinnert.

Fluss Arno mit Blick auf die Ponte Vecchio und

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Blick auf Il Duomo, diesmal in ganzer Pracht.

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Nach weiteren fünf Minuten Fußmarsch haben wir den Monte fast bezwungen und freuen uns über den immer weiter reichenden Ausblick und darüber, dass der Reiseführer einmal mehr Unrecht hatte und wir die Strecke in knapp 30 Minuten gelaufen sind.

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#Florenz 10 – Piazza Santo Spirito

Am frühen Nachmittag begeben wir uns zum Piazza Santo Spirito. Umgeben von Cafés und Trattorien ist dieser Platz Tag und Nacht frequentiert.
Nachts trifft man sich zum Reden, Singen und Tanzen. Auf jeder verfügbaren Sitzfläche tummeln sich dann Einheimische wie Touristen und lassen den Tag auf italienische Art ausklingen.

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Am Tag kann man hier hervorragend Essen und so entscheiden wir uns für die Trattoria Borgo Antico. Mir knurrt der Magen und nicht einmal die gefühlten 36° mit totaler Windstille können mich davon abhalten, mir Gnocchi mit Rotkohl in Käse-Sauce zu bestellen. Ein kulinarischer Traum (von dem ich noch heute manchmal träume, seufz).

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Meine Freundin Dolly übt sich mehr in Vernunft als ich und bestellt einen Salat. Für gewöhnlich würde ich sie dafür auslachen, aber in Italien sieht selbst ein Salat nach Kunst und Geschmack aus.

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Nach dem Essen bin ich kugelrund und völlig zufrieden. In Gedanken rolle ich mich bereits irgendwo für eine friedliche Siesta zusammen, aber wir sind in Italien, nicht in Spanien und Dolly sagt: „Auf geht es zum Monte!“, und tippt fröhlich in den Reiseführer. Und falls du es nicht weißt, Monte ist italienisch und heißt übersetzt Berg.


#Florenz 09 – Arno & Conad

20. Juli 2014

Es ist Sonntag und wir haben die großartige Idee, unsere Mitbringsel in einem einheimischen Supermarkt, die es hier an jeder Ecke zu scheinen gibt, einzukaufen. Auf unserem Weg in die Altstadt genießen wir zunächst ein weiteres Mal den weiten Blick über den Fluß Arno. Der Himmel hat sich an diesem Tag zugezogen und es ist so windstill, dass man zwischenzeitlich das Gefühl hat unter den Wolken zu ersticken. Aber wir lassen uns davon nicht unterkriegen und sind trotzdem den ganzen Tag auf den (mittlerweile schon gut schmerzenden) Beinen.

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Nachdem wir uns satt gesehen haben, machen wir uns auf die Suche nach einem Supermarkt der Kette Conad. Am Vortag noch an jeder Ecke zu finden, scheinen wir uns nun nicht mehr daran zu erinnern, welche Ecken es genau sind. Auch das Auffinden per Internet gestaltet sich, aufgrund mangelnder Italienischkenntnisse, schwierig. Irgendwann haben wir Glück und landen doch noch in einem Conad, der auch geöffnet hat. In meinem Beutel landen Nudeln, Soße, Oliven, Kekse, Kaffee, Bier und Duschbad. Das kleine dolce vita Paket für Zuhause :-)

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#Florenz 08 – Halbzeit

Mit dem Florenzer Food-Market Mercato di San Lorenzo, der uns von vielen Seiten als Highlight empfohlen wurde, hatten wir ein sehr positives Erlebnis. Deshalb wollten wir uns als nächstes den ebenfalls viel gepriesenen Giardino di Boboli ansehen. Versprochen wurde uns ein Garten (oder eher eine Parkanlage) mit eindrucksvoller Landschaftsgestaltung und vielen Skulpturen. Doch zunächst einmal gestaltete es sich recht schwierig, den Eingang des Gartens überhaupt zu finden und dann stellte sich auch noch heraus, dass man 10€ Eintritt zahlen muss. Ein ganz unbedeutender Fakt, der bisher nirgends erwähnt wurde. Nicht einmal am Eingang des Gartens selber. Erst als wir bereits im Begriff waren die Eingangspforten zu passieren, wurden wir auf das Kassenhäuschen hingewiesen. Diese „Sehenswürdigkeit“ haben wir uns dann allerdings gespart.

Stattdessen finden wir noch weitere interessante Kirchen, kleine Ladengeschäfte die uns zum Stöbern einladen und flanieren am Fiume Arno, inklusive „Stadtstrand“, entlang.

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Am Abend essen wir in einer familiengeführten Osteria (leider habe ich den Namen vergessen), die dieses typisch italienische Flair verströmt. Von dem Tisch, an dem wir sitzen, können wir dem Koch beim Zubereiten der Speisen zuschauen. Über seinem Kochplatz sind zu diesem Zweck Spiegel angebracht. Und er kocht mit einem Lächeln auf den Lippen und pfeift die ganze Zeit fröhlich vor sich hin.
An diesem Abend entscheide ich mich für Nudeln mit Meeresfrüchten und zum Nachtisch bestellen wir die zwei Dinge, die wir nicht vom Italiener aus Deutschland kennen.

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Leider erinnere ich mich nicht mehr an die Namen, aber im Gegensatz zum köstlichen Hauptgang gibt es einen Grund, dass es diese Desserts bisher nicht nach Deutschland geschafft haben. Links schmeckt wie Spritzkuchen, den man in Rosenwasser eingeweicht hat, rechts schmeckt nach zu viel Eclaire und ist außerdem verdammt süß. Also nicht so überzeugend wie das beliebte Panna Cotta oder Tiramisu.

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#Belantis 02 – Freizeitparkliebe zum Saisonstart 2015

Heute konnte ich mit Mini & Small endlich unsere Belantis-Saison 2015 eröffnen.

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(Parkplan ©belantis.de)

Der Himmel war dunkel und der Wind ein bißchen zu kühl, also das perfekte Wetter für einen leeren Freizeitpark an einem Samstag Nachmittag.

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Blick aus Richtung Pyramide über den Strand der Götter

Obwohl wir über drei Stunden Zeit hatten, haben wir es nicht geschafft alles auf unserer To-Do-Liste abzuhaken. Und obwohl wir schon so oft da waren, konnten wir auch dieses Mal wieder eine Menge Neues entdecken. Zum Beispiel, dass man im Piratenschiff ganz herrlich in der Hängematte liegen kann oder dass rechts neben der Pyramide, dem Wahrzeichen von Belantis, die neue Großfahranlage für 2015 gebaut wird.

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Blick vom Piratenschiff auf Schloss Belantis

Geplant ist eine Familien-Achterbahn namens Cobra des Amun Ra, die ab Sommer 2015 ihre Pforten öffnen soll. Ähnlich wie bei der Familien-Achterbahn Drachenritt auf der Insel der Ritter, dürfen Kinder auch hier bereits ab 4 Jahren und einer Körpergröße von 1m, in Begleitung eines Erwachsenen, mitfahren.

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Blick auf die Insel der Ritter mit Familien-Achterbahn Drachritt

Auch gibt es preislich ein paar Neuigkeiten, die ich dir nicht vorenthalten möchte.
Ab 14:50 Uhr gibt es jetzt ein NachmittagsTicket für 14,50€ (statt dem Tagesticketpreis von 29,90€).
Auch das Parken ist günstiger geworden. So ist die 1. Stunde kostenlos, bis 2 Stunden = 1€, bis 4 Stunden = 2€, das Tagesticket (ab 4 Stunden) kostet 3€.

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Blick von der Ritterburg zur Prärie der Indianer (links) und der Mega-Achterbahn Huracan (rechts)

Weiterhin kann ich den Latte Macchiato an einem der vielen Kaffeautomaten empfehlen. Im praktischen To-Go-Becher und der Größe XXL (na ja, sagen wir L) für 3,50€. Teuer, aber immer noch günstiger als in einem der Restaurants und an jeder Ecke verfügbar. Und überhaupt, ein bißchen Luxus darf es doch auch mal sein ;-)

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Nochmal der Blick zur Mega-Achterbahn Huracan, diesmal von der Küste der Entdecker aus

Am 30. April wird übrigens auch im Belantis Walpurgisnacht gefeiert. Von 17-22 Uhr gibt es eine Mischung aus Gauklern, Feuerjongleuren und Stelzenläufern, Stockbrot, Marshmallows und Zaubertränken, außerdem Livemusik und eine Feuershow. Wer als Hexe, Gaukler oder Zauberer verkleidet erscheint, bekommt Rabatt auf den Eintrittspreis. Alle Infos hier.


#Florenz 07 – Mercato di San Lorenzo

Im Zentrum des Marktviertels angekommen, wollen wir uns ein Bild vom viel gepriesenen Mercato di San Lorenzo machen, einem großen Food-Market, auf dem die Anbieter die verschiedenen wichtigsten Zutaten der toskanischen Küche verkaufen.

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Die Auswahl ist rießig, überall strömen die feinsten Gerüche umher. Sogar frischen Fisch und andere Meerestiere kann man erwerben.
Wenn man vom vielen Zutaten gucken richtig hungrig geworden ist, geht man einfach eine Etage nach oben und sucht sich dort aus dem reichhaltigen und frisch zubereiteten Angebot etwas leckeres zum sofortigen Verzehr aus.

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Bei uns war passenderweise gerade Mittagszeit und wir entschieden uns ganz klassisch für eine Pizza. Geschmacklich unbeschreiblich gut. Leider wurde mir aber auch klar, dass mir nie wieder eine normale Pizza schmecken wird. Was da in meinem Mund explodiert ist, war so unglaublich lecker!

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Tomate, Mozzarella, Basilikum und Fisch. Klingt vielleicht banal bis ekelig, aber ich schwöre, es war phänomenal. Auf dem Foto darüber wandert meine Pizza übrigens gerade in den Steinofen. Mmmhh, ich habe noch den Geruch in der Nase, so unvergleichlich italienisch..


#Florenz 06 – Basilica di San Lorenzo di Firenze

Nach einem ausführlichen Besuch der Basilica di San Lorenzo, gleich um die Ecke des Duomo, konnten wir uns doch noch ein Bild von florentinischer Baukunst machen. Die Kirche im Zentrum des Marktviertels hatte sogar einmal die selbe Aufgabe wie der Duomo, nämlich DIE Kathedrale der Stadt zu sein. Da sie diesen Posten aber seit langer Zeit nicht mehr innehat, ist sie weit weniger bekannt und daher tatsächlich besuchbar, sowohl preislich als auch massenmäßig. Leider gibt es für die Innenräume ein strenges Fotoverbot, daher konnte ich nur den Eingang der Kirche festhalten.

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Die Kuppel, welche hinter dem Kircheneingang aufragt, ist die Medici-Kapelle, die Grabkapelle des Fürstengeschlechtes der Medici. Die Familie Medici war im Florenz des 15. und 16. Jahrhunderts einer der einflussreichsten Faktoren im Kampf um Macht, Reichtum und Ansehen. Sie stieg von einer wohlhabenden, aber unbedeutenden Familie zu einer der einflussreichsten italienischen Dynastien ihrer Zeit auf. Will heißen, sie hatten in Florenz schwer was zu sagen und überall ihre Finger im Spiel. Da darf die Grabkapelle ruhig was größer ausfallen, wenn auch nur bedingt schön.

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Wirklich schön dagegen ist der Innenhof der Basilica di San Lorenzo. Bei seinem Anblick kann man sich auch eher vorstellen, wie schön und imposant das Innere der Kirche ist. Ich finde, dass man der Basilica di San Lorenzo von außen gar nicht so viel Schönes zutraut, aber das ist wirklich eine Fehlannahme.

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#Florenz 05 – Il Duomo di Firenze (Der Dom von Florenz)

19. Juli 2014

Am nächsten Morgen geht es nach einem klassischen Hostel-Frühstück weiter auf Erkundungstour durch die Altstadt.

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Vorbei am Piazza della Repubblica,

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vorbei am Hard Rock Cafe Firenze (in der Via Dè Brunelleschi, 1),

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hin zur romanisch-gotischen Cattedrale di Santa Maria del Fiore, der Kathedrale von Florenz, kurz Il Duomo genannt.

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Der Duomo ist das Zentrum der Florentiner Kirchen und dementsprechend groß (und der Platz davor so winzig), dass es mir nicht gelungen ist, seine ganze Größe photographisch festzuhalten. Das Längsschiff ist immerhin 153m lang und 38m breit. Dolly jedenfalls meinte, sie würde sich den Duomo gern mal von innen anschauen, immerhin ist die Kathedrale neben der Ponte Vecchio das bekannteste Bauwerk Florenz‘, doch das war bevor wir die mindestens 100m lange Schlange sahen.

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(Ich stehe in der Mitte, also Bild oben = Blick nach links, Bild unten = nach rechts.)

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Als man sich für den Bau des Duomo entschloss, geschah dies übrigens nicht aus religiösen Gründen, sondern man wollte ein sichtbares Monument bauen, wie es die Toskana nie zuvor gesehen hatte. Und das ist gelungen. Steht man vor dem Duomo, ist man schlichtweg von seiner Größe, aber auch von seiner Schönheit begeistert. Und in jedem Fall sieht man ihn von jeder „kleinen Anhöhe“ in Florenz aus.

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