#FilmFreitag – High Fidelity

hf2000Titel: High Fidelity
Originaltitel: High Fidelity
Hauptcast u.a. : John Cusack (Rob Gordon), Jack Black (Barry), Joan Cusack (Liz)
Genre: Comedy, Drama, Music
Erscheinungsjahr: 2000
Spielzeit: 113 Minuten

Handlungsübersicht: Spritzig, witzig, lebensecht: Top-Regisseur Stephen Frears inszeniert in dieser charmanten Komödie das Lebensgefühl einer ganzen Generation. In der Hauptrolle brilliert John Cusack als frischgebackener Single Rob. Knall auf Fall lässt ihn seine Freundin Laura sitzen. Die Chance für Rob, sein Leben, seine Plattensammlung und seine Liebschaften neu zu sortieren. Doch Laura schafft es nicht mal auf seine ewigen Top-Five der unvergesslichen Trennungen. Da gab es die kesse Alison, die süße Penny, sexy Charlie… Rob folgt einfach dem Rat seines Idols Bruce Springsteen und ruft alle seine Ex-Freundinnen nochmal an, was sich aber als sehr gewagtes Unterfangen erweist. (Amazon.de)

Fazit: High Fidelity ist ein toller Film. Man sieht John Cusack (alias Rob Gordon) dabei zu, wie er sich nach einer Trennung seine Wunden leckt, Fehler der Vergangenheit sucht und dabei herrlich im Selbstmitleid badet. Man wird mitgerissen, man leidet und muss gleichzeitig über Ironie und freche Sprüche lachen. Eine Achterbahnfahrt der Gefühle. Man ist froh, dass es nicht die Eigene ist, doch man kann auch nicht wegsehen. Mir persönlich gefällt es sehr gut, dass Cusack in vielen Szenen direkt mit der Kamera spricht und den Zuschauer damit noch mehr in seine Geschichte hineinzieht. Ein weiteres Highlight sind die Nebenrollen von Jack Black (als Robs Freund) und Joan Cusack (als Robs Schwester), die später auch in School of Rock (2003) zusammen spielen. Und natürlich die Tatsache, dass Rob ein Musiknerd ist und Musik somit ein wichtiger Bestandteil des Filmes wird. Denn was wäre Herzschmerz ohne die richtige Hintergrundmusik? Einzig das Filmende fand ich persönlich  nicht so überzeugend, doch das muss jeder für sich selbst sehen.

Mein Rating: 7/10
Empfehlung für: Fans von Filmen über Leben, Herzschmerz und die große Frage: Warum ich? Außerdem für Platten-, und Musik- und Listenliebhaber.


#Wortreich – Der Kleine Prinz (Antoine de Saint-Exupéry)

„Nein“, sagte der kleine Prinz, „ich suche Freunde. Was heißt ‘zähmen’?“
„Zähmen, das ist eine in Vergangenheit geratene Sache“, sagte der Fuchs. „Es bedeutet: sich ‘vertraut machen’.“
„Vertraut machen?“
„Gewiss“, sagte der Fuchs. „Noch bist du für mich nichts als ein kleiner Junge, der hunderttausend kleinen Jungen völlig gleicht. Ich brauche dich nicht, und du brauchst mich ebenso wenig. Ich bin für dich nur ein Fuchs, der hunderttausend Füchsen gleicht. Aber wenn Du mich zähmst, werden wir einander brauchen. Du wirst für mich einzig sein in der Welt. Ich werde für dich einzig sein in der Welt …“
„Ich beginne zu verstehen“, sagte der kleine Prinz.
[…]
Aber der Fuchs kam auf seinen Gedanken zurück: „Mein Leben ist eintönig. Ich jage Hühner, die Menschen jagen mich. Alle Hühner gleichen einander, und alle Menschen gleichen einander. Ich langweile mich also ein wenig. Aber wenn du mich zähmst, wird mein Leben wie durchsonnt sein. Ich werde den Klang deines Schrittes kennen, der sich von allen andern unterscheidet. Die anderen Schritte jagen mich unter die Erde. Der deine wird mich wie Musik aus dem Bau locken. Und dann schau! Du siehst da drüben die Weizenfelder? Ich esse kein Brot. Für mich ist der Weizen zwecklos. Die Weizenfelder erinnern mich an nichts. Und das ist traurig. Aber du hast weizenblondes Haar. Oh, es wird wunderbar sein, wenn du mich einmal gezähmt hast! Das Gold der Weizenfelder wird mich an dich erinnern. Und ich werde das Rauschen des Windes im Getreide lieb gewinnen.“ Der Fuchs verstummte und schaute den kleinen Prinzen lange an: „Bitte … zähme mich!“ sagte er.
„Ich möchte wohl“, antwortete der kleine Prinz, „aber ich habe nicht viel Zeit. Ich muss Freunde finden und viele Dinge kennen lernen.“
„Man kennt nur die Dinge, die man zähmt“, sagte der Fuchs. „Die Menschen haben keine Zeit mehr, irgendetwas kennen zu lernen. Sie kaufen sich alles fertig in den Geschäften. Aber da es keine Kaufläden für Freunde gibt, haben die Leute keine Freunde mehr. Wenn du einen Freund willst, so zähme mich!“
„Was muss ich da tun?“ sagte der kleine Prinz.
„Du musst sehr geduldig sein“, antwortete der Fuchs. „Du setzt dich zuerst ein wenig abseits von mir ins Gras. Ich werde dich so verstohlen, so aus dem Augenwinkel anschauen, und du wirst nichts sagen. Die Sprache ist die Quelle der Missverständnisse. Aber jeden Tag wirst du dich ein bisschen näher setzen können …“
Am nächsten Morgen kam der kleine Prinz zurück. „Es wäre besser gewesen, du wärst zur selben Stunde wiedergekommen“, sagte der Fuchs. „Wenn du zum Beispiel um vier Uhr nachmittags kommst, kann ich um drei Uhr anfangen, glücklich zu sein. Je mehr die Zeit vergeht, umso glücklicher werde ich mich fühlen. Um vier Uhr werde ich mich schon aufregen und beunruhigen; ich werde erfahren, wie teuer das Glück ist. Wenn du aber irgendwann kommst, kann ich nie wissen, wann mein Herz da sein soll … Es muss feste Bräuche geben.“
[…]
So machte denn der kleine Prinz den Fuchs mit sich vertraut. Und als die Stunde des Abschieds nahe war: „Ach!“ sagte der Fuchs, „ich werde weinen.“
„Das ist deine Schuld“, sagte der kleine Prinz, „ich wünschte dir nichts Übles, aber du hast gewollt, dass ich dich zähme …“
„Gewiss“, sagte der Fuchs.
„Aber nun wirst du weinen!“ sagte der kleine Prinz.
„Bestimmt“, sagte der Fuchs.
„So hast du also nichts gewonnen!“
„Ich habe“, sagte der Fuchs, „die Farbe des Weizens gewonnen.“
[…]
Und er kam zum Fuchs zurück:
„Adieu“, sagte er.
„Adieu“, sagte der Fuchs. „Hier mein Geheimnis. Es ist ganz einfach: Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.“ […] „Die Menschen haben diese Wahrheit vergessen“, sagte der Fuchs. „Aber du darfst sie nicht vergessen. Du bist zeitlebens für das verantwortlich, was du dir vertraut gemacht hast.“

* Was ist Wortreich?



Handtuch-Tag 2015

Happy Towel Day everybody! :-)

Auch in diesem Jahr haben das Handtuch und ich wieder gemeinsam gefeiert und dabei an Douglas Adams gedacht. Doch seht selbst.

Das Handtuch ..

.. macht ein #FeiertagsSelfie,

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.. beim Frühstück,

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.. beim Sonnenbaden,

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.. beim bloggen,

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.. macht eine Obstpause,

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.. stellt sich beim Regen unter,

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.. beim Mittagessen,

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.. rollt sich zum Mittagsschlaf zusammen,

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.. zieht das Boot aus dem Wasser,

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.. bei der Arbeit,

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.. beim abhängen,

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.. fährt zurück nach Leipzig,

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.. beim Gute-Nacht-Geschichte vorlesen mit der Taschenlampe,

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.. und auf Kuschelkurs mit dem original Handtuch-Tag-Handtuch :-)

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#London 19 – Bye Bye to England (Food & Fazits)

Zuerst einmal kann ich sagen: London ist super. Spannend, aufregend, vielseitig, bunt, wild, atemberaubend, skurril,

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voller schöner Gärten, imposanter Gebäude, interessanter Menschen und ja, auch leckerem bezahlbaren Essen, wenn man mit diversen To-Go-Shops zufrieden sein kann.
Unseren Kaffee tranken wir regelmäßig von Pret A Manger. 2.45 Pfund für einen Latte Macchiato mit Flavor finde ich sogar recht günstig und die Bedienung war immer super freundlich.

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Auch das Caffé Nero kann ich sehr empfehlen. Teurer, aber mit hervorragendem (warm gegrillten) Thunfisch-Ciabatta und auch hier war die Bedienung ein Highlight.

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Am ersten Abend gönnten wir uns ein All-You-Can-Eat-Buffet für 9.99 Pfund bei der The Fresh Pizza Company und aßen uns quer durchs Pizza-, Nudel- und Salatangebot. Cola inklusive. Lecker.

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Die restlichen Abende (und überhaupt am meisten) kauften wir unser Essen bei der Supermarktkette Sainsbury’s. Die Auswahl war stets riesig. Statt wie in Deutschland, wo man zwischen maximal fünf Sorten belegtes Toast (Sandwich) wählen kann, gibt es hier Kühlregale voller belegter Brote. Und mit „Brote“ meine ich Schwarzbrot, Weißbrot, Baguette, Toast und Ciabatta. Die Geschmacksrichtungen reichen von klassisch bis exklusiv. Ich habe zum Beispiel Krabben mit Zitronensoße probiert und war sehr angetan. Außerdem ist es ziemlich cool, dass es neben dem Kühlregal auch einen „Ofen“ gibt, in dem man den ganzen Tag heißes Essen kaufen kann, zum Beispiel Reis mit indischer Soße.

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Von den äußerst leckeren Crêpes von Crêpeaffaire habe ich ja bereits berichtet. Ebenso von den vorzüglichen Burgern im Grillshack und dem köstlichen Fairytale Cupcake. Frühstück gab es jeden Morgen im Hostel, wenn man Toast mit Marmelade (alternativ Cornflakes), Kaffee und Orangensaft als Frühstück bezeichnen will. Für unseren Start in den Tag hat es aber gereicht, wir sind nicht allzu anspruchsvoll.

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Doch zurück zur Stadt. London hat viele sehr schöne Seiten, aber es ist auch laut, voll, hektisch, abseits der Touristenmagneten ist es häufig dreckig und die Straßen vermüllt. London ist eine Großstadt die pulsiert, das muss man mögen, sonst ist man schnell überfordert und genervt von Auswahl, Vielfalt und Übermaß. Aber diese Auswahl hat auch den Vorteil, dass für jeden etwas dabei ist. Sowohl kulturell, als auch finanziell. Ja, London (England) ist teurer als Deutschland, aber das ist klar, wenn der Wechselkurs bei 1€ zu 1.35 Pfund steht. Man hat dennoch genügend Möglichkeiten um Spaß zu haben. Apropos Spaß, was wirklich Spaß macht sind die Engländer. Ich habe es bereits mehrmals erwähnt, aber ich muss es nochmal final sagen, die Engländer sind tolle Menschen. Immer höflich, immer hilfsbereit und ich höre ihn total gern beim Reden zu. Es ist klingt einfach schön. Sie sind stolz, wirken aber nicht eingebildet und tatsächlich freuen sich die meisten, wenn man ihnen erzählt, dass man aus Deutschland kommt. Allerdings wurden Dolly und ich stets für Französinnen gehalten. Schade, dass mein Französisch so schlecht ist :-) Auch sind die Engländer sehr unaufdringlich, selbst auf Märkten oder bei Touristenattraktionen. Niemand quatscht dich an und will dir etwas verkaufen, nur weil du eine Kamera um den Hals hängen hast und ab und an mal in den Stadtplan guckst. Das war sehr angenehm. Auch hatte ich nicht das Gefühl, dass die Menschen in London gehetzt oder unentspannt sind, trotz der Schnelllebigkeit dieser Stadt.

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Für mich persönlich war es auf jeden Fall eine großartige Reise. Die schlechten Erinnerungen meiner ersten Reise nach London konnte ich mit unglaublich vielen tollen neuen Erlebnissen überschreiben und mir sogar den Traum von Hogwarts (ansatzweise) erfüllen.

Last but not least: Vielen Dank an Dolly für die gute Organisation vorab, dass du mich nicht in der U-Bahn zurück gelassen hast und die schöne Zeit zusammen <3


Handtuch-Tag 2015 (Warm-Up)

Morgen ist Handtuch-Tag. Du weißt das natürlich, weil du

a) diesen Termin bereits vor Monaten selbständig in deinen Kalender notiert hast,
b) ich schon letztes Jahr ausführlich darüber geschrieben habe (Handtuch-Tag 2014 Pt.1) und
c) dies ein wichtiger kultureller Feier- und Gedenktag ist.

Doch so wie Arthur Dent eigentlich nur gemütlich eine Tasse Tee trinken wollte, bevor er Zeuge der Zerstörung der Erde wurde, die einer Hyperraum-Expressroute weichen musste, so zerschlugen sich auch meine Pläne für den morgigen Handtuch-Tag recht unvorhersehbar. Im letzten Jahr haben mein Handtuch und ich einen ganz wundervollen Feiertag am Meer verbracht und dieses Jahr bin ich an einem herrlichen See. Leider ohne mein Handtuch-Tag-Handtuch, da die Rückfahrt nach Leipzig für heute geplant war und sich nun „aus Gründen“ um einen Tag verzögert. Kurz gesagt, ich bin hier und mein Handtuch in Leipzig. Traurige Geschichte.

Dennoch freue ich mich über einen Extratag Urlaub, habe mir ein Ersatzhandtuch besorgt und wir werden das Beste daraus machen.

In diesem Sinne, so long, and thanks for all the fish.

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#London 18 – Notting Hill & Angel

07. Mai 2015

An unserem letzten Tag in London sind wir fertig. Fix und fertig. Alles tut weh und wir können keinen klaren Gedanken mehr fassen, geschweige denn weitere Eindrücke aufnehmen. Doch wir müssen 10 Uhr aus unserem Hostel auschecken und haben noch etwa sechs Stunden in dieser fantastischen Stadt. Also beißen wir die Zähne zusammen und weiter geht es.

Zuerst machen wir uns auf den Weg nach Notting Hill, dem wunderschönen Stadtteil aus dem gleichnamigen Film mit Julia Roberts und Hugh Grant. Und es ist schnell klar, warum dieser Bezirk so angesagt ist, denn hier wohnt nur wer es sich leisten kann und das sieht man. Es ist sauber, freundlich, hell, die Straßen wirken verträumt und die Häuser im viktorianischen Stil strahlen (farbenfroh) um die Wette.

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Wir laufen die Portobello Road entlang, auf der sich malerische Boutiquen an kleine Antiquitätenhändler reihen

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und jedes Wochenende der berühmte Portobello Market seine Tore öffnet. Mit seinen Antiquitäten lockt er sogar Stars wie Kate Moss an. (Die wir leider nicht treffen, denn heute ist Donnerstag..)

Nach einer kurzen Kaffeepause finden wir dann auch endlich den The Notting Hill Bookshop, der zwar von außen recht unscheinbar wirkt, aber innen genau so aussieht wie im Film.

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Notting Hill ist wirklich schön. Auch das Wetter hat sich endlich beruhigt, die Sonne scheint wieder und der Wind hat nachgelassen, aber wir sind leider nur noch sehr begrenzt aufnahmefähig und können die Fülle an Eindrücken kaum noch verarbeiten.

Ein letztes Mal wechseln wir den Stadtteil und finden uns schließlich im himmlisch klingenden Angel wieder. Dort laufen wir ein Stück abseits der Hauptstraße entlang, finden eine süße kleine Gasse

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und landen letztlich im Crêpeaffaire, einem schnuckligen Cafe, in dem es Crêpes in allen Geschmacksrichtungen gibt.

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Dolly nimmt ihren gefüllt mit Tomate-Mozzarella, ich meinen mit Honig(jogurth)Thymian und es schmeckt großartig! Wir sind ganz begeistert. Leider gibt es in Deutschland bisher nur eine Filiale in Hamburg (Erik-Blumenfeld-Platz 29, 22587 HH).

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Gestärkt und guter Dinge treten wir am Nachmittag die Heimreise an. Mit dem Bus geht es von der Victoria Station zurück zum Flughafen London-Stansted. Unser Bus braucht aber nicht wie geplant 1,5 Stunden, sondern mehr als zwei und Dolly gerät in höchste Panik, dass wir unseren Rückflug verpassen könnten. Den ganzen Weg vom Check-In bis zum Flugzeug lässt sie mich rennen, dabei muss ich echt dringend auf Toilette. Ich dachte sie übertreibt, aber ganz ehrlich, der Flughafen ist riesig. Wir laufen an einem Schild vorbei, auf dem steht, dass es von „hier“ bis Gate 50 noch etwa 10 Minuten zu Fuß sind. Treppen rauf, Treppen runter und ein Chaos am Sicherheitscheck. Das war wirklich verrückt. Aber wir bekommen unseren Flieger und alles ist gut.


#London 17 – In Rot

Zurück aus der Welt der Magie, empfängt uns das Wetter wieder mit Regen und kaltem Wind. Trotzdem machen wir uns auf den Weg und wollen noch ein paar „Londonthings“ sehen.

Zuerst fahren wir zum Piccadilly Circus. Auf Fotos sieht der Platz immer so spektakulär und groß aus, in natura finde ich ihn sehr ernüchternd. Vielleicht liegt es aber auch am schmuddeligen Wetter.

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Falls du dich auch immer gefragt hast, was das Circus im Namen bedeutet, gemeint ist im architektonischen Sinne eine runde, öffentliche Fläche an einer Straßenkreuzung, die einen Kreis (Circus) bildet. Die Mittelinsel mit Eros-Brunnen gilt bis heute als wichtiger Londoner Treffpunkt.

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Auch Trafalgar Square, der größte öffentliche Platz und zentraler Treffpunkt seit dem Mittelalter, haut mich jetzt nicht aus den Socken.

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Also gehen wir „back to basic“ und widmen uns Londons Farbe: ROT

Mit Bussen,

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mehr Bussen (übrigens heißen diese New Routemaster),

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Bussen und Telefonzellen,

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mehr Telefonzellen

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und noch mehr, ähm, Bussen :-D

lobu


#London 16 – Endlich am Ziel: Schloss Hogwarts (Harry Potter Pt.4)

All die wunderbaren Sets und Filmkulissen, die wir während der Studio Tour (und natürlich auch in den Filmen), gesehen haben, sind selbstverständlich nicht von heute auf morgen entstanden, sondern das Produkt monate-, wenn nicht sogar, jahrelanger Vorbereitung. Die Räume nach der Winkelgasse sind voller Pläne, Skizzen, Bilder und Modelle und geben einen ungefähren Eindruck davon, wie viel Arbeit in jeder einzelnen Filmminute steckt.

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Und das spektakulärste Ergebnis dieser Planung können wir im Raum darauf bewundern.

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Dieses wunderschöne Modell von Hogwarts wurde in allen Filmen für Luftaufnahmen genutzt und stetig erweitert, sobald neue Details über das Schloss enthüllt wurden. Die Größe von 1:24 ist atemberaubend (guck mal wie klein der Mensch hinten rechts im Bild ist) und hinzu kommt der Lichtwechsel zwischen Tag und Nacht und die Schlossbeleuchtung aus 2500 Lämpchen.

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Von allen Seiten kann man Hogwarts bewundern. Es ist wirklich zauberhaft. Wir laufen lange um das Modell herum, sehen uns die vielen kleinen Details an und können uns gar nicht satt sehen, an diesem imposanten Bauwerk.

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Doch dann ist die Zeit des Abschieds gekommen. Wir gelangen in den allerletzten Raum, der vom Boden bis zur Decke mit Zauberstabschachteln gefüllt ist, auf denen die Namen aller Menschen stehen, die am Film beteiligt waren.

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Der Ausgang mündet direkt im Harry Potter Shop. Ein Shop, voll mit allem was das Herz begehrt. Von Klamotten, Mützen und Schals (natürlich aller Häuser),

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über Skur­ri­li­täten,

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Spiele,

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Zauberstäbe aller Art,

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bis zu Büchern, Geschirr, Kuscheltieren, Postern, Schmuck, Anhängern. … usw. und natürlich Süßigkeiten in Hülle und Fülle. Leider muss ich sagen, die Auswahl ist riesig, aber entweder völlig überteuert oder billig fabriziert (und dennoch überteuert). Ich bin, nach dem positiven Erlebnis vom Fanshop am Gleis 9¾, ziemlich enttäuscht. Manchmal kommt es eben doch nicht auf die Größe an. Dolly hingegen ist happy, sie findet genau das was sie gesucht hat, ein T-Shirt mit Dobby darauf. Ich kaufe mir ein Hufflepuff-Tanktop, das preislich in Ordnung geht und echt cool aussieht, in Größe „Adult L“. Später werde ich aber leider feststellen, dass es zu klein ist und es an Dolly abtreten. Gut, dass ich mir bereits am Gleis 9¾ ein Shirt gekauft habe, dass sehr gut passt, sonst wäre die Enttäuschung noch größer. Außerdem leiste ich mir einen der berüchtigten Schokofrösche und ich sage „leisten“, weil ich 7.95 Pfund gnadenlos finde. Aber irgendwas musste ich in diesem Megashop ja kaufen ;-)

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Damit ist unsere Warner Bros. Studio Tour von Harry Potter in London nach 4,5 Stunden vorbei. Auf dem Weg zurück nach London bin ich wirklich traurig. Es war sooo schööön und ich hätte es mir am Ende gern noch einmal von vorn angesehen. Auch Dolly schaut wehmütig und kuschelt sich fester in ihren neuen Hufflepuff-Schal, der ihr ganz hervorragend steht. Ich bin mir sicher, dass dieser Besuch nicht mein letzter gewesen ist.

Solltest du dich jetzt verzaubert fühlen und die Magie mit eigenen Augen sehen wollen, findest du alle Informationen zur Studio Tour auf der offiziellen Website wbstudiotour.co.uk/de/


#FilmFreitag – Vielleicht lieber morgen

vlm2012Titel: Vielleicht lieber morgen
Originaltitel: The Perks of Being a Wallflower
Hauptcast u.a. : Logan Lerman (Charlie), Emma Watson (Sam), Ezra Miller (Patrick)
Genre: Drama, Romance, Coming-of-Age
Erscheinungsjahr: 2012
Spielzeit: 102 Minuten

Handlungsübersicht: Nach einer traumatischen Erfahrung geht Charlie in sein erstes Highschool-Jahr. Der kluge, sympathische, introvertierte Teenager bleibt zunächst isoliert, findet aber im smarten und rebellischen Patrick einen echten Freund und in dessen Stiefschwester Sam ein Mädchen, das leider immer den falschen Typen folgt. Dass Charlie sich verliebt, bringt das Gefüge in Sams und Patricks Clique von Außenseitern durcheinander. Doch niemand ahnt, wie kompliziert Charlies Leben wirklich ist und welches Geheimnis er verbirgt. (Amazon.de)

Fazit: Ich mag diese Art von Coming-of-Age-Filme, bei denen die Zeit als Teenager nicht albern und überzogen, sondern nah an der Realität dargestellt wird. Sodass man ihn auch als nicht-mehr-Teenager anschauen und gefesselt sein kann. Nebenbei spielen die Hauptdarsteller ihre Rollen so überzeugend, dass man bis zum Ende hofft, dass es gut für sie ausgeht, auch wenn man gleichzeitig auf das Schlimmste vorbereitet ist. Eine Packung Taschentücher griffbereit zu haben schadet übrigens auch nicht, denn dieser Film geht unter die Haut. Witzig, melancholisch, emotional, mitreißend, sehenswert.

Mein Rating: 8/10
Empfehlung für: Fans von Filmen über Leben und die damit verbundene Grübelei, sowie alle, die gern noch mal Teenager wären.