#HausAmSee 01 – Tagebuch Woche 0,5

Man könnte meinen, dass auf einem kleinen Grundstück am See, mitten im Wald, nichts passiert was erzählenswert wäre. Man könnte außerdem denken, dass man sich auf eben diesen paar Quadratmetern langweilt und nichts mit seiner Zeit anzufangen weiß. Vielleicht kommt man auf den Gedanken, dass sich jeder Tag gleich anfühlt und unbedeutend dahin plätschert.

Aber so ist es nicht.

Freitag:

Die Räder unseres Autos sind noch nicht ganz zum Stillstand gekommen, da haben wir bereits Badesachen an und springen nach 4 Stunden Autofahrt endlich vom Steg ins kühle Nass. Das Thermometer zeigt 32° an. Jippie, wir sind endlich da!

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Samstag:

Auch heute ist bestes Wetter in Sicht. Bevor die große Hitze anrollt, fahren wir zur nächsten Kaufhalle und decken uns mit Fisch, Fleisch und Grillkäse ein. Für den Abend steht Freundebesuch mit Grillen und Feuerschale an. Zwar zerstechen uns die Mücken, doch das tut der Stimmung keinen Abbruch. Den Nachmittag verbringen wir damit, dass uns der NerdMann mittels Seil und Reifen hinter dem Ruderboot mit Außenmotor herzieht. Ich kann nicht aufhören zu lachen und falle ständig ins Wasser.

Sonntag:

Die Nacht ist schnell vorbei, der Morgen beginnt früh. Kurz nach sieben Uhr sitze ich im Ruderboot und meine (wahnsinnige) Freundin Pippi rudert mich durch die morgendliche Sonntagsruhe. Es ist so friedlich wie es (mit vierfachem Nachwuchs an Bord) nur sein kann. Nach dem Frühstück geht die Welt unter und es regnet in so dicken Tropfen vom Himmel, dass wir später das Boot auspumpen müssen, damit es nicht untergeht. Unser Besuch schwimmt fährt derweil wieder Richtung Heimat (schön war’s ihr Liebsten!). Am Nachmittag reißt der Himmel auf und vom Unwetter ist nichts mehr zu sehen (außer das volle Boot vielleicht).

Unsere Sommerdatsche steht übrigens in einer kleinen Bucht, über die ich seit Jahren die Vermutung hege, dass sie eine eigene Klimazone beherbergt. Eine Klimazone voller Extreme nämlich. Letztes Jahr zum Beispiel ist unweit unseres Häuschens der Blitz eingeschlagen und hat einen ganzen Baum in den See stürzen lassen. Der Knall war so laut, dass ich dachte ich werde taub. Wenn es regnet, dann eigentlich immer Sturzbäche, gibt es ein Unwetter, dann donnert und blitzt es, als würde hier ein Endzeitfilm mit zu vielen Special Effects gedreht werden, weht Wind ist es immer gleich ein Sturm und scheint die Sonne, dann brutzelt der See.

Montag:

Auch im Paradies wird es Montag und der beginnt mit Chaos. Erst geht der Außenmotor vom Ruderboot kaputt, dann „der weiße Kasten in dem das Internet wohnt“. Großartig. Außerdem wird mir klar, warum ich zumeist E-Books lese.. mein Reader ist nämlich mit Beleuchtung und die ist äußerst praktisch, wenn man nachts nicht schlafen kann. Ich habe versucht meinem Buch gut zuzureden, aber es will einfach nicht im Dunkeln leuchten. Und weil der Montag ohnehin gelaufen ist, fahren wir dann auch noch in den nächstgelegenen Konsumtempel aka Einkaufscenter, weil wir so „lebenswichtige“ Dinge wie Geschirrtücher vergessen haben und der NerdMann einen Baumarkt braucht. Dort kauft er einen Rasensprenger (boah wie spießig!) und freut sich beim wässern des Rasens wie ein kleines Kind.

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Small ist derweil mit mir im Buchladen unterwegs, aber ich kann mir kein Buch kaufen, weil er mir mein letztes Bargeld abschwatzt um seine eigene Büchersammlung zu erweitern (eine gute Investition, wie könnte ich da nein sagen). Für Mini nehmen wir ein weiteres Pixie-Buch von Ritter Rost mit und beim Vorlesen muss ich wieder schallend lachen.

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Ritter Rost und der Prinz, Pixie-Serie 222

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