Auf zu neuen Ufern oder bye bye britpott|blog

Liebe Leser des britpott|blog,

ihr habt es sicher schon bemerkt: hier tut sich nichts mehr – und wird es auch nicht. Dieser Blog wird nicht mehr gepflegt, bearbeitet oder aktualisiert. Aus verschiedenen Gründen habe ich mich dazu entschieden, diesen Blog nicht weiterzuführen. Wer trotzdem weiterhin Texte von mir lesen will muss aber nicht traurig sein.. ihr findet mich jetzt unter:

https://britpottzweipunktnull.wordpress.com/

Zuletzt noch vielen Dank an alle, die regelmäßig hier vorbei gesurft sind, mir immer wieder Feedback gegeben und mich letztendlich dazu animiert haben, weiterzuschreiben (wenn auch unter neuer Adresse). Danke für euren Support in all den Jahren des Schreibens <3


Happy 5th Birthday

Trotz Winterschlaf keineswegs vergessen: HAPPY BIRTHDAY lieber britpott|blog! ♥

Nun sind es schon fünf gemeinsame Jahre und ich kann mich noch genau erinnern, wie sich der erste Blogpost angefühlt hat – stolz, ehrfürchtig, abenteuerlustig, genau richtig.
Und bald wird es auch wieder neues zu lesen geben – jippie :-)

flowers



Liebe Blogleser,

zuerst einmal möchte ich euch sagen, dass ich mich sehr freue, dass ihr in letzter Zeit noch zahlreicher als sonst hier vorbei surft, lest, euch eine Meinung bildet und kommentiert. Ich mag den Dialog, die Kabbeleien und auch die Denkanstöße. Daher hielt ich es auch bisher nicht für nötig folgendes in aller Direktheit schreiben zu müssen, doch wurde ich vor kurzem eines besseren belehrt.

Das hier ist MEIN Blog, mit MEINER ganz SUBJEKTIVEN Meinung über die Dinge. Wer meinen Blog liest, macht dies freiwillig. Wem nicht gefällt was er liest, kann das gern höflich und sachlich zum Ausdruck bringen, doch wer sich impulsiv und unangemessen äußert wird gelöscht bzw. gesperrt. Niemand zwingt euch wieder herzukommen. Und wer glaubt er müsse persönliche Probleme mit mir über die Kommentarfunktion klären, dem sei gesagt, dass das Internet dafür wohl kaum der richtige Platz ist.

In diesem Sinne danke ich all denen, die die Kommentarfunktion freundlich zu nutzen wissen. Alle Anderen sind hiermit herzlich aufgefordert, einen der Millionen weiteren Blogs im weltenweiten Internet zu lesen.


Heute auf dem Speiseplan: Der Nachtisch

hh schrieb über meinen letzten Blogpost: „Schon theatralisch… aber jetzt will man ja wissen: was macht britpott 2014?“

Die letzten drei Monate habe ich damit verbracht darüber nachzudenken: Wie es hier weiter gehen soll und wo genau noch immer das Problem meiner Schreibblockade liegt. Ein paar Gedanken konnte ich sogar einfangen und zu der Liste von Dezember addieren.

Also warum habe ich (schon wieder) so lange (schon wieder) nichts geschrieben?

Häufig schreibe ich darüber, was ich fühle und denke und wenn ich meine Beiträge dann Wochen oder Monate später noch einmal lese, frage ich mich oft: So ein Quatsch, warum hast du das geschrieben? Das empfindest du doch gar nicht so! (Ja, häufig spreche ich mich auch in der wirren dritten Person an.) Jedenfalls bin ich dann vielfach gewillt, die betroffenen Artikel einfach zu löschen (was auch die schwindende Artikelanzahl erklärt..).

Ich musste erstmal lernen, dass die Empfindungen die ich habe, auch wenn sie sich wandeln (was wiederholt mit ausreichendem oder mangelndem Schlaf in Verbindung steht), dass diese Gefühle trotzdem gut sind. Denn es ist wichtig sich auch im Nachhinein an negative Gefühle und damit verbundene Situationen erinnern zu können, um überhaupt zu merken, dass sich a) etwas gebessert, verändert hat und man gar nicht so sehr auf der Stelle getreten ist, wie man es geglaubt hat und b) um zu lernen, dass auch Gefühle verschwinden, sich ändern und dass man einer Sache nicht immer gleich gegenüber stehen kann. Ich meine, Kinder werden größer, man selber wird älter und vielleicht hat man auf einmal auch wieder etwas mehr Zeit für sich und seine Gedanken. Wenn man später zurück blickt und etwas liest, von dem man weiß, dass es eine schwere Zeit war, man es aber geschafft hat weiter zu gehen und die Situation heute ganz anders sieht, dann gibt das vielleicht auch jemand anderem die nötige Kraft wirklich daran zu glauben, dass viele Dinge im Leben nur eine Phase sind. Ganz gleich ob es dabei um Liebeskummer, Trennungsschmerz, Sinnkrisen, Jobwechsel oder etwas völlig anderes geht.

Auch bin ich gerade dabei zu lernen, mir nicht zu viele Gedanken darüber zu machen, wie meine Blogposts beim Leser wohl ankommen. Was man darüber denken könnte, wie jemand anderes es wohl empfindet, was ich schreibe. Letztendlich schreibe ich die meisten Dinge doch nur für mich auf und wenn es jemand liest und gut findet, schön. Und wenn ich jemand motivieren, erreichen oder positiv beeinflussen kann, noch schöner. Aber wenn nicht, dann habe ich wenigstens ein Tagebuch, dass mich daran erinnert wie ich mal war, wie ich mich verändere und wie sich mein Leben wandelt. Und was gibt es spannenderes als das Leben dabei zu beobachten, wie es sich verändert.

Genug erklärt, ausreichend gerechtfertigt. Jetzt gehe ich einfach weiter.
Getreu dem Motto: yeah, but I was like, I don’t really care


Heute auf dem Speiseplan: Hirnsuppe à la britpott

Am Anfang des Jahres hatte ich mir fest vorgenommen, jede Woche mindestens einen Blogpost zu schreiben. Ein Unterfangen, welches mir nicht im Ansatz gelungen ist und worüber ich wirklich traurig bin. Das Schreiben hat mir schon sehr gefehlt. Ich fand, dass dieses Jahr noch schneller vorüber ging, als ich es von anderen Jahren gewohnt bin. Für mich ist in diesem Jahr viel passiert und ich hatte zahlreiche Möglichkeiten um neue Eindrücke und Impulse zu sammeln. Bei vielen Dingen die ich erlebt habe dachte ich mir im Nachhinein, dass ich darüber unbedingt etwas schreiben müsste, doch genau so oft dachte ich auch, dass ich es letztendlich doch nicht publizieren würde, weil sich mit Sicherheit irgendwer beim Lesen auf den sprichwörtlichen Schlips getreten fühlt. Meist fängt es schon bei kleinen Dingen an, das beste Beispiel dafür ist Facebook. Man postet einen Status, weil man gerade etwas angefressen ist und sich Luft machen will und erstaunlicherweise fühlen sich 75% der Freunde davon persönlich angesprochen, obwohl keiner von ihnen gemeint ist. Ich stelle mir die Auswirkungen vor, die ein Blogpost mit kritischem Inhalt hätte. Das ist der Nachteil, wenn man zu viel persönliche Erlebnisse und Gedanken in seinen Blog packen möchte. Ich finde es schwierig Dinge zu beschreiben, die man denkt und Wahrheiten auszusprechen, die man fühlt, ohne dabei jemandem auf die Füße zu treten. Aus diesem Grund sind viele Blogpostgedanken einfach auf der Strecke geblieben. Ich möchte niemandem auf die Füße treten aber ich weiß, dass meine Meinung manchmal hart erscheint und ich weiß auch, wie sehr Worte verletzten können. Umso mehr, wenn sich die falschen Leute davon angesprochen fühlen. Und noch weniger als jemanden zu verletzen, möchte ich mich jedes Mal für meine Meinung rechtfertigen müssen. Wie anstrengend. Dabei suche ich doch nur ein nettes Plätzchen, an dem ich meinen Gedankenmüll gefahrlos abladen kann. Also eigentlich ganz harmlos. Und so kam es, dass ich am Ende meine Gedanken in diesem Jahr lieber für mich behalten habe. Eine Alternative, Menschen und Erlebnisse so zu beschreiben und reflektieren, dass sich bestenfalls keiner angesprochen fühlt den ich kenne, habe ich nämlich bisher noch nicht gefunden.

Es geht mir nämlich nicht darum diese Dinge, über die ich mir Gedanken mache, zu ändern. Ich habe es mir nicht zur Aufgaben gemacht irgendwen zu missionieren. Doch es gibt eben Gedanken, die mich beschäftigen und um sie, sagen wir mal, zu verarbeiten und los zu werden, müssen sie aus meinem Kopf raus. Und warum schreibe ich dann nicht ein hübsches, geheimes Tagebuch und verstecke es nach dem Eintragen unter meinem Kopfkissen? Weil ich dann weiß, dass meine Gedanken nur ich kenne und das befriedigt das Gedankenkarussell leider überhaupt nicht. Ich habe es ausprobiert!

Vielleicht klingt es merkwürdig, aber der brittpott|blog war für mich der Anfang von etwas ganz neuem. Nachdem ich ein Kind bekommen hatte, war dieser Blog das Erste was ich wieder nur für mich gemacht habe. Es war das erste Mal, dass ich etwas getan habe, bei dem es nur um mich ging. Bei dem ich nicht Mama war. Wer selber Kinder hat wird verstehen was ich meine. Wenn man ein Kind bekommt gibt es viele Momente, in denen man sich denkt: Nun bin ich Mutter, habe ein Kind, trage Verantwortung, aber bin ich das wirklich? Kann ich das alles leisten? Wer bin ich eigentlich noch? Und was mache ich hier überhaupt? Als ich vor 3 Jahren anfing unter dem Alias „britpott“ zu schreiben, war das das erste Mal, dass ich mich intensiv damit auseinander gesetzt habe, welche Fähigkeiten und Interessen mir liegen. Ich wollte nicht einfach nur einen standardisierten Blog im Internet, auf dem ich sinn- und herzloses Zeug schrieb, sondern habe mir immer viele Gedanken über meine geschriebenen Worte, aber auch um Dinge wie Design und Layout gemacht. Dank meiner vielen Extrawünsche bot es sich außerdem an, im selben Atemzug auch meine Fähigkeiten (sagen wir mal zusammengefasst) am Computer, außerordentlich zu verbessern. Für eine Mama, die unwissentlich in eine Sinnkrise gerutsct war und nicht wusste was und wohin sie wollte, gar nicht mal so schlecht. Mein Blog stand dabei also nur am Anfang einer langen Kette von Veränderungen und Möglichkeiten.

Lange Rede, kurzer Sinn. Ich möchte nochmal betonen, dass es mir wirklich weh tat dieses Jahr (fast) gar nichts geschrieben zu haben. Manch einer wird sich denken, warum ich mich so anstelle, ist doch nur ein oller Blog, doch für mich hat er eben einen sehr ideellen Wert. Er repräsentiert einen Prozess, der sich unbewusst in meinem Leben abgespielt hat und es noch immer tut. Er steht für die Möglichkeiten, die ich habe und erinnert mich an die Fähigkeiten, die ich mir bereits aneignen oder ausbauen konnte. Anfangs haben nur wenige Leute meinen Blog regelmäßig gelesen, später wurden es mehr und irgendwann fingen meine Leser sogar an mir davon zu erzählen, wenn sie einen Blogpost gelesen hatten und ihn richtig gut fanden. Was will man mehr! Vielleicht klingt es blöd, aber wenn man sein erstes Kind bekommt, fühlt man sich eine Weile von der Außenwelt abgeschnitten, vor allem wenn die meisten Freunde noch keine Kinder haben. Man hat kaum gemeinsame Themen oder auch nur Zeit um sich zu treffen und muss sich erst wieder eine gemeinsame Grundlage schaffen und sehen, wie man sich mit den neuen Bedingungen im Freundeskreis positioniert. Und vor allem muss man für sich selber herausfinden, wie man mit der neuen Lebenssituation umgeht. Es gibt kein Handbuch darüber, wie du dich fühlen wirst, wenn du ein Kind bekommst, du weißt es erst wenn es soweit ist. Ich habe vorher nicht gewusst wie ich mich fühlen und was ich denken werde und auch symbolisch für diese Zeit steht der britpott|blog. Wenn es Zeiten gab, in denen ich überhaupt keine Lust / Energie / etc. hatte, um die Dinge zu tun, die ich tun musste, in Zeiten, in denen ich daran zweifelte, ob ich mich richtig entschieden hatte, Zeiten in denen ich mich fragte, ob es jemals wieder anders werden würde, wenn ich nicht mehr wusste, ob ich auch nur einen Schritt weiter gehen kann, dann habe ich das alles für eine kurze Zeit von mir geschoben und stattdessen an diesem Blog gearbeitet.

Vielleicht wirkt mein Blogpost heute etwas theatralisch, aber ich wollte unbedingt erklären, warum mein Herzblut an diesem Blog hängt und warum es mir so wichtig ist, den gequirlten Mist aus meinem Kopf in das große, weite Netz zu schütten. So ein Kopf ist ein verdammt kleiner Ort, wenn man so viele Gedanken gesammelt hat wie ich. Ich weiß nicht ob ich es nächstes Jahr besser hinbekomme. Aber ich werde mein Bestes geben und sollte ich scheitern, wird mir vermutlich eines Tages, ohne Vorwarnung, der Kopf platzen.



Happy 2nd Birthday

♫  Zum Geburtstag viele Leser, zum Geburtstag viele Kommentare, zum Geburtstag viele neue Ideen, zum Geburtstag viel Glück. ♪

Aufgrund des unerwarteten Winterschlafes, in den der britpott|blog Ende letzten Jahres verfiel, habe ich es ganz verpasst den immerhin schon 2. Geburtstag meines Blogs mit euch zu feiern. Doch da man die Feste bekanntlich so feiern soll wie sie fallen, holen wir den 2. Geburtstag einfach zwei Monate später nach. 18.12.2010, 2. Geburtstag, also 18.02.2013.

Und wie es der Zufall so will ist das heute :-) Jippie!

Also packt die virtuellen Partytröten und -hütchen aus, stellt das Konfetti bereit und schaut euch schnell nochmal den Text von Happy Birthday an, denn jetzt wird gefeiert.

Alles Liebe und HAPPY BIRTHDAY BRITPOTT|BLOG ♡

2013-02-17_happybirthdaytomorrow

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Mutige Mütter

Es gibt in den unendlichen Weiten des Internets eine ganze Menge Blogs in denen Eltern darüber schreiben wie es ist Eltern zu sein. Mütter und Väter die aus ihrem Alltag erzählen und aus dem Nähkästchen plaudern. Ich lese diese Blogs oft mit einer Mischung aus Bewunderung und Abneigung. Bewunderung, wie jemand so ehrlich all seine privaten Gedanken über seine Kinder aufschreiben und veröffentlichen kann, ohne Angst davor falsch verstanden oder hart kritisiert zu werden. Abneigung, weil ich manchmal Dinge lese von denen ich denke, dass man so etwas nicht über seine Kinder denken sollte und wenn doch, es dann wenigstens nicht jedem erzählen muss. Oder?

Irgendwie stecken doch alle Mütter in diesem Teufelskreis fest, nach außen hin perfekt zu wirken oder zumindest so, als ob sie alles unter Kontrolle haben. Brauchen wir da nicht gerade mutige Mütter? Mütter die bereit sind zu erzählen wie es wirklich ist Mutter zu sein, um Denen, die da noch Mütter werden, Ängste und falsche Erwartungen zu nehmen. Und Denen, die auch Mütter sind zu zeigen, dass sie nicht allein sind. Um zu zeigen, dass Mütter auch nur Menschen sind. Und fehlbar. Oft reden nicht einmal Mütter untereinander darüber wovor sie Angst haben, was sie nervt, was nicht funktioniert oder warum sie auch mal verzweifelt sind. Aber in der Realität gibt es keine perfekte, immer entspannte Mutter, die 24/7 mit Begeisterung alle ihre Aufgaben (Haushalt, Kindererziehung, eventuell noch Karriere/Job) meistern kann.

Ich möchte kein „Mama-Blog“ sein, aber ich kann auch nicht abstreiten, dass sich viele meiner Gedanken darum drehen. Und wenn ich schon die Möglichkeit habe auf dieser Plattform – meinen Blog – meine Gedanken zu sammeln und zu ordnen, dann möchte ich in Abständen auch eine mutige Mami sein und einen Beitrag zur, sagen wir mal, „Aufklärung und Motivierung“ leisten. Denn ist es nicht so, dass wenn man sich schlecht fühlt und die Welt hinterfragt, man dann immer auch das Gefühl hat man wäre mit diesen Gedanken ganz allein auf der Welt? Ich jedenfalls denke das häufig. Und wenn es auch nur einem anderen Menschen da draußen so ähnlich geht wie mir und er durch meine Worte etwas Kraft schöpfen kann, dann lohnt sich für mich jedes einzelne Wort, dass ich schreibe.


Eine Viertel-Liebeserklärung

“Happy Birthday to you, Happy Birthday to you, Happy Birthday lieber leipzig-leben.de Blog, Happy Birthday to you!”

Zum 1-jährigen bestehen ihres Blogs leipzig-leben.de veranstaltet Adelina eine Blog-Parade in der sie die Leipziger Blogger fragt, welcher Ort in Leipzig denn unser Lieblingsort ist. Klar, dass ich dazu auch etwas schreiben wollte. (Vielen Dank für die Einladung Adelina! ♥)

Mein Lieblingsort in Leipzig ist gleich ein ganzer Stadtteil: Schleußig.

Ich liebe es die Könneritzstraße entlang zu laufen, denn hier ist immer etwas los. Oft hangele ich mich von Bäcker zu Bäcker und futtere mich durch deren Kuchenangebot. Ich liebe das Keks-Eis vom Eis an der Kö oder das Mango-Ingwer-Eis vom Bioeisladen Tonis. Ich liebe es, dass die gesamte Könneritzstraße immer voller Kinderlachen (und ab und zu auch voller Kinderschreie) ist. Manchmal spaziere ich nur hier entlang um die vielen Menschen bei Ihrem Treiben zu beobachten. Ich liebe es wenn die Schüler der International School Schulschluss haben und sich auf der Straße in ihren Heimatsprachen unterhalten.

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Ich liebe die Auswahl an Imbissangeboten und die vielen kleinen individuellen Läden.

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Ich liebe es, dass ich all die Geschäfte die ich im Alltag brauche schnell zu Fuß erreichen kann (Kaufhallen, Postamt, Sparkasse, Ärzte, etc.). Ich liebe es, dass ich drei Spielplätze zur Auswahl habe, die ich ebenfalls alle recht schnell zu Fuß erreichen kann. Ich liebe es, dass hier genug Busse und Bahnen fahren, wenn man doch mal etwas weiter wegfahren muss.

Und sollte mir das Gewimmel der Hauptstraße einmal auf die Nerven gehen, dann laufe ich nur eine Parallelstraße weiter und bin direkt im Clara-Zetkin-Park. Ich liebe den kleinen Parkweg, der an den Hinterhäusern der Könneritzstraße vorbei geht. Ich spaziere ihn oft entlang und staune immer wieder wie schön die Häuser saniert wurden und stelle mir vor, wer wohl hinter den liebevoll dekorierten Fenstern wohnt. Ich liebe es, dass die meisten Seitenstraßen schlecht gepflastert sind, denn dadurch sind die Autofahrer gezwungen langsam und vorsichtig zu fahren. Ich liebe die alten Fabrikgebäude, die hier vermehrt noch stehen und heute als Wohn- und Geschäftshäuser genutzt werden.

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Einer der schönsten Plätze in Schleußig ist auf jeden Fall eine Mauer mit einem Fenster darin, durch das man auf den Kanal schauen kann. Die Wohnhäuser hinter der Mauer haben einen eigenen Zugang zum Wasser und so schwimmen in diesem Arm des Kanals viele kleine Ruderboote.

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Auch die Entenbrücke, die Schleußig mit Plagwitz verbindet ist immer wieder ein Highlight, besonders nachmittags wenn sich hier Scharen von Kindern versammeln und gemeinsam Enten und Nutrias füttern.

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Ich habe viele Jahre in Großzschocher, Knauthain und im Waldstraßenviertel gewohnt, aber niemals habe ich mich so dazugehörig, so wohl, wie in Schleußig gefühlt. Dabei war es nicht einfach hier her zu ziehen, da die Ansprüche der Vermieter an Mietinteressenten auffällig gestiegen sind. Doch nach zehn Monaten auf der Suche nach der „perfekten Wohnung“ sind wir endlich fündig geworden und angekommen. Die Menschen hier sind so freundlich, hilfsbereit und aufgeschlossen, dass wir uns sofort zu Hause gefühlt haben. Hier wir das Wort HausGEMEINSCHAFT wirklich gelebt, wie ich es noch nie irgendwo anders erlebt habe. Und da in Schleußig vor allem Familien und Studenten wohnen beschwert sich auch niemand über spielende und manchmal eben auch laute Kinder. Ich glaube, dass es als junge Familie keinen besseren Stadtteil in Leipzig zum leben gibt als Schleußig. Und mit diesem Gefühl scheine ich nicht allein zu sein.

Am zufriedensten sind die Bürger im Zentrum-Nordwest und im Waldstraßenviertel (91 Prozent). Knapp dahinter folgen Knautkleeberg-Knauthain (80) und Schleußig (79).

(Kommunale Bürgerumfrage 2011)