Record Store Day 2015 – Meine Ausbeute

Heute ist Record Store Day!

Diesen Tag als hervorragenden Anlass nehmend, begab ich mich zum Plattenladen meines Vertrauens (Whispers Records, Karl-Liebknecht-Str. 109) um meine Plattensammlung zu erweitern und einen kleinen Schwatz mit dem Inhaber zu halten. Als ich gegen 11 Uhr eintrudelte, freute ich mich zu sehen, dass der Laden wirklich gut besucht war und schon die ersten Menschen mit gefüllten Beuteln, seelig lächelnd, den Laden verliessen. Also stürzte auch ich mich in die Weiten der Musikwelt und durchstöberte in aller Ruhe Reihe um Reihe.

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Ich hatte keine konkrete Platte im Sinn, nur eine Liste mit Interpreten, von denen ich hoffte eine günstige Platte erstehen zu können. Mein Sohn Small hingegen hatte sehr genaue Vorstellungen, was ich ihm für Musik mitbringen sollte und ich bin froh, dass ich zumindest ein paar dieser Wünsche erfüllen konnte (Elvis!).

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Zum sicheren Heimtransport meiner Platten bekam ich von Shop-Inhaber Ralph sogar noch eine schicke Stofftasche geschenkt (Danke mein Lieber!).

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Ralph und ich sind uns seit meinem ersten Besuch von Whispers Records sympathisch (aber diese Geschichte erzähle ich dir ein anderes Mal). Bei ihm merkt man auf jeden Fall, dass er seinen Laden mit Leidenschaft führt, sich mit der Materie Musik auskennt und sich über den Record Store Day selber wie ein kleines Kind freut. Sogar Muffins und Limonade gab es als Stärkung für den Plattenfreund. Alles in allem sehr liebvoll gemacht und das Whispers Records ohnehin jederzeit einen Besuch wert.


Record Store Day 2015

Morgen, 18.04.2015, ist Record Store Day.

Der Record Store Day ist der einzige Tag im Jahr, an dem die unabhängigen Plattenläden (also dein Plattenladen um die Ecke) ihren Kunden weltweit und zeitgleich ganz besonders hochwertige und seltene Musikveröffentlichungen und Specials anbieten. Sämtliche Produkte (Sonderauflagen, Limited Editions, unveröffentlichte B-Seiten-Compilations, etc.) werden nur für diesen einen Tag hergestellt und zeitgleich angeboten, hunderte von Bands und Künstlern sind an diesem Tag für spezielle Instore Gigs und Meet & Greets unterwegs.

Dieser Tag zelebriert die einzigartige Kultur der Indie-Plattenläden, als wichtiger Teil musikalischer Sozialisation. Denn neben Konzertbesuchen und dem privaten Austausch über Musik mit Freunden, sind Plattenläden der Ort für musikalische Inspiration und die Entdeckung neuer Bands. Dort gibt es persönliche Beratung durch wahre Kenner der Materie und den Austausch mit anderen, ebenso musikbesessenen und -wertschätzenden Menschen. Ein Phänomen, das heutzutage leider seltener wird, da Musik-Käufe mehr und mehr über Bestelldienste im Internet, Download- und Streamingplattformen abgewickelt werden. Die Bereicherung durch unabhängige und mit Leidenschaft zur Musik betriebene Plattenläden für die Musikkultur, kann eben weder durch “Empfehlungsalgorithmen” beim Online-Shopping, noch durch Musikabteilungen in Elektrofachmärkten, angefüllt mit „dem besten der Charts“ verglichen werden.

In Leipzig sind folgende Plattenläden beim RSD 2015 mit dabei:

  • Musikhaus Kietz (Klang.Kombinat) – Peterssteinweg 3, 04107 Leipzig, Mo-Sa 10-20 Uhr
  • Schall & Rausch – Karl-Heine-Straße 85, 04229 Leipzig, Mo-Sa 09:30-18:30 Uhr
  • Whispers Records – Karl-Liebknecht-Str. 109, 04275 Leipzig, Mo-Fr 11-19 Uhr, Sa 11-15 Uhr

Details:

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Weitere Informationen, Merchandise-Shop und die Liste der exklusiven Releases zum Record Store Day 2015 findest du auf der offiziellen Website: recordstoredaygermany.de

[Alle Information & Bilder dieses Blogpost © recordstoredaygermany.de]


Der Duft von Vinyl

Gestern hat es mich erwischt. Es war Liebe auf den ersten Blick. Ich habe mir einen Plattenspieler gekauft. Keinen dieser „Blu-Ray-Dolby-Surround-High-Tech-3D-Mit-Bass-Booster-Player“ :-D, sondern eine nostalgisch-charmant aussehende Kiste mit integriertem Lautsprecher.

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Als ich 20 war (also vor kurzem xD), schenkte meine Freundin ihrem Liebsten zum Geburtstag eben so ein Gerät. Einen kleinen Plattenspieler, ganz ohne Schnickschnack aber mit eingebautem Lautsprecher, damit man jederzeit unkompliziert Musik hören konnte. Passend zu diesem Geschenk kaufte ich ihm eine Schallplatte (Pink Floyd – The Dark Side of the Moon, is klar), jedoch nicht in Leipzig, sondern auf einer Urlaubsreise am Meer. Anschließend musste ich das heilige Stück knapp 400km mit dem Zug nach Hause transportieren. Aus Angst sie könnte kaputt gehen, trug ich sie die ganze Zeit wie ein rohes Ei in einer Tüte mit mir herum. Als ich im Zug einschlief, klammerte ich meine Hand fest um den Beutel, denn meine größte Sorge war, jemand könnte mein Geschenk klauen… Doch die Mühe hatte sich gelohnt. Als mein Kumpel letztlich Plattenspieler und Pink Floyd auf Vinyl auspackte, war er vor Freude den Tränen nahe. Wie ein kleines Kind an Weihnachten, legte er die Schallplatte auf und wir lauschten andächtig. Unverkennbar hat mich dieses gemeinsame Ereignis tief geprägt.

Ein paar Jahre später, ein anderer Kumpel, eine andere Platte (doch diesmal überließ ich Amazon den Transportstress): Jefferson Airplane – Surrealistic Pillow. Es ist mir jedes Mal ein Fest, andere Menschen dabei zu beobachten, wie sie beim Klang ihrer Lieblingsmusik völlig aufgehen. Wie sie dieses Glitzern ihn ihren Augen haben und unmerklich im Takt vibrieren, wie sie so ehrlich und glückselig lächeln, wie es sonst nur Kindern tun. Und während ich meinen Kumpel beobachtete und die, mir bis dato unbekannte aber richtig gute, Platte anhörte, gesellte sich dieser Moment in meinen Erinnerungen zum vorherigen Erlebnis.

Vor ein paar Wochen passierte dann folgendes. Ich war bei meiner Lieblingsmama und entdeckte ganz zufällig in einem ihrer Schränke einen (du ahnst es schon) Plattenspieler. Eigentlich stand der schon immer dort und genau genommen habe ich ihn ihr irgendwann mal zu Weihnachten geschenkt, aber erst in diesem Moment, verband sich dieser unscheinbare schwarze Kasten mit den obigen Erinnerungen. Also steckte ich den Stecker in die Dose und auf wundersame Weise (wie Mütter das immer so machen), zog sie einen Stapel Schallplatten aus dem Schrank (ja, auch The Dark Side of the Moon).
„Wo hast du die Platten her?“, fragte ich sie.
„Ich wollte sie mir von einem Freund ausleihen, aber er hat sie mir alle geschenkt.“
(Den muss ich auch mal besuchen..)
Wir entschieden uns erst einmal für The Healer von John Lee Hooker. Und dann saßen wir da, lauschten andächtig dieser wunderbaren Platte und mir wurde klar, dass ich auch so einen Plattenspieler wollte. Ganz unbedingt. Dieses „Ich-habe-da-eine-Platte-von-xy-komm-wir-hören-sie-uns-mal-an“-Gefühl gibt es nun mal mit Mp3s nicht. Und die Eingeschränktheit, eben nicht alles hören zu können, weil man nicht auf alles Zugreifen kann, ist auf jeden Fall etwas für Genießer. Überhaupt Musik gemeinsam aktiv zu hören und sie nicht nur nebenbei duddeln zu lassen, empfinde ich als absolute Bereicherung.

Natürlich hätte ich nun einfach loslaufen und mir einen Plattenspieler kaufen können, aber ich wollte kein supermoderenes Gerät mit „Klangerlebnis“, ich wollte so eine nostalgische Kiste, mit der ich meine eigene Beziehung aufbauen konnte (Musiknerd und so) und die bewusst auf all den High-Tech verzichtet. Wenn ich besten Klang wollte, könnte ich mir später immer noch das Album als remasterten Mp3-Download kaufen.
Auf Kleinanzeigen bin ich schliesslich fündig geworden. Liebe auf den ersten Blick! Zwei Wochen musste ich warten, bis ich ihn abholen konnte (dafür aber ein echtes Schnäppchen) und gestern war es dann soweit. Ich war so aufgeregt. Ein bißchen bescheuert vielleicht? Das macht mir nichts aus :-)

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Zur Einstimmung auf meinen neuen Freund, stattete ich dem Plattenladen meines Vertrauens (Whispers Records, Karl-Liebknecht-Str. 109) noch einen Besuch ab und suchte mir einige tolle Scheiben aus. Ich finde beim Platten kaufen geht es ja auch darum, keine Wucherpreise inkl. „Retroaufschlag“ zu zahlen, sondern eben ganz zufällig coole Platten für kleines Budget zu finden. In unser Welt des immerwährenden Konsums, empfinde ich es auch als etwas besonderes, wenn man sich mit der Anschaffung bestimmter Dinge Zeit lässt und sich auf die Suche nach ihnen begibt, als ob man einen kleinen Schatz ausgräbt. Du verstehst was ich meine.

20150415_142031(Eine Best-Of von Simon & Garfunkel fehlt auf dem Foto noch, weil ich sie gleich meiner Lieblingsmama geschenkt habe.)

Ich bin mit meinem „Schatz“ jedenfalls sehr zufrieden. Einmal ordentlich abgestaubt, funktioniert er einwandfrei. Und der Lautsprecher macht für seine Größe ordentlich was her. Ich bin echt happy :-)
Und nun entschuldige mich bitte, ich muss die Platte umdrehen.
Übrigens das sechste Mal seit diesem Blogpost ;-)

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#Leipzig – Sven van Thom @ Täubchenthal (Laing Vorband)

Wie oft ist es schon passiert, dass man bei einem Konzert hofft, dass die bis dato unbekannte Vorband doch bitte bitte endlich fertig wird? Etwas irritiert war ich schon, als da dieser Mann mit der schimmernden Hose auf die Bühne trat. „Schon wieder ’n Liedermachher..“, dachte ich bei mir, aber ich wurde eines besseren belehrt.

„Ick bin nich Laing, ick bin nur die Vorband!“ Sven van Thom, meine Damen und Herren, was habe ich gelacht!

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Ganz hervorragende, ironische Texte, eine gut gestimmte E-Gitarre und das ganze verarbeitet mit einer Loop Station. Van Thom beschreibt seinen Musikstil selber als „Folk, Country, Pop, Rock, Hip Hop, Comedy“ und singt über Menschen, die bereits im März mit der Silvesterplanung beginnen (Scheiß Silvester), über den korrekten Vater seiner Freundin (Ihr Vater ist ein Nazi), obwohl er doch eigentlich Single ist und noch eine (Bei-)Schlafgelegenheit (Erotik oder Tanz den Spatz) sucht. Bereits beim zweiten Lied hat van Thom das Publikum in der Tasche und die Lacher auf seiner Seite. Wie er zwischen Gitarren- und Rapmusik hin und her schwenkt, zeugt außerdem von viel Liebe zur Musik und wird abgerundet durch seine Berliner Schnauze zwischendrin.

Wem van Thom’s Stimme „irgendwie bekannt“ vorkommt, dann könnte es daran liegen, dass er 2001 den Hit Liebficken mit seiner damaligen Band Sofaplanet hatte. (Mit Larissa von Laing, stand Sven van Thom übrigens auch schon unter dem Namen Machete auf der Bühne.) Daher ist es auch nicht weiter verwunderlich, wie van Thom schamlos mit seiner Ist-mir-nicht-peinlich-Attitüde über die Bühne tanzt und zusammen mit seiner Berliner Art einfach nur unglaublich sympathisch und witzig ist. Auch abseits der Bühne trifft man einen gut gelaunten und angenehmen Künstler, der sich beim CD-Verkauf auf einen Plausch einlässt und bereitwillig mit Käufernamen signiert (ein Geschenk für den NerdMann).
Den meisten Spaß hatte ich allerdings bei Erotik, welches mir sofort als Ohrwurm hängengeblieben ist. (Hier das offizielle Musikvideo, aber ich wollte euch visuell nicht gleich so überfordern.. hihi.. daher lieber erstmal das Livevideo unten gucken.)

Zu guter Letzt möchte ich euch noch in den neuen It-Tanz einweihen, den uns van Thom aus der Hauptstadt mitgebracht hat. Ein Mädelsmagnet und absolut diskotauglich!


#Leipzig – Laing @ Täubchenthal

Montag Abend war ich auf Mission Musik. Diesmal verbrachte ich den Abend mit den Mädels von Laing (das spricht man „La-ing“, nicht „Leing“). Vielleicht denkst du jetzt, „Laing? Kenne ich nicht!“, aber mit Sicherheit hast du schon mal ihren Song Morgens immer müde gehört oder ihre zwei grandiosen Auftritte beim Eurovision Song Contest 2015 gesehen (Platz 4)?

Morgens immer müde ist definitiv eines meiner Favoriten der Band, aber eigentlich ist es nicht wirklich repräsentativ, denn Laing zeichnen sich vor allem durch ihre unwiderstehlichen deutschen Texte aus, die eine Mischung aus herrlichen Reimen und witzigen Anekdoten sind.

Live sind Laing auch jedes Mal ein Erlebnis. Das Publikum tanzt, singt lautstark mit und ist teilweise so fasziniert von der Umsetzung der Songs, dass es manchmal sogar vergisst im Takt zu wippen. Es wird viel mit Licht gespielt, es gibt stimmige Choreographien zu sehen und wenn man weit genug vorn steht, kann man die fantastische Mimikshow der Mädels genießen.

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Die Location Täubchenthal fand ich sehr gut gewählt. Die Halle war gemütlich, intim, unkompliziert, aber mit großer Wirkung und passte perfekt zur Band.

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Zwischen Publikum und Bühne gab es keine Security und keinen Graben, für das absolute Nah-an-der-Band-Gefühl.

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Frontfrau Nicola gewinnt die Herzen des Publikums mit Charme und fesselt (nicht nur) mit ihren Ansagen von der ersten Minute. Komplementiert wird sie durch ihre Sidekicks Johanna und Larissa. Stimmlich passen die drei perfekt zusammen und singen sich einmal quer durch alle Oktaven. Auch die Vierte im Bunde, Choreografin und Tänzerin Marisa, weiß mit ihrem Tanzstil zu überzeugen und lässt das zappelnde Publikum alt aussehen, wenn sie einen ihrer berühmten Soloauftritte aufs Parkett legt.

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Ich war nun schon das dritte Mal bei einem Gig von Laing und es hat sich wie immer gelohnt. Meine persönlichen Höhepunkte der Show waren der vom Publikum (erste Reihe!) organisierte Konfettiregen bei Karneval der Gefühle, der sogar die Mädels von Laing zum Lachen brachte,

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die Inszenierung von Wechselt die Beleuchtung, ein unglaublich stimmungsvoller Start in den Abend, (live aus Stuttgart anzusehen),

und die Tatsache, dass man sich nach dem Konzert noch mit den Mädels am Merchandise-Stand unterhalten und Fotos machen konnte. Außerdem war ich vom ersten Augenblick an in Larissa verliebt, die ich bis dahin noch nicht live erlebt hatte und die mir einfach unglaublich sympathisch war.

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Hier noch die Setliste zum Konzert im Täubchenthal / Leipzig, 23.03.2015

  1. Wechselt Die Beleuchtung
  2. Maschinell
  3. Zeig Deine Muskeln
  4. Schwächen
  5. Natascha
  6. Kaugummi
  7. Dein, Deine, Am Deinsten
  8. Karneval Der Gefühle
  9. Sagen Sie Sie
  10. Sei Doch Bitte Wieder Gut
  11. Mit Zucker
  12. Paradies Naiv
  13. Pleite
  14. Safari

Zugabe:

  1. Neue Liebe
  2. Nacht für Nacht
  3. Sehnsucht
  4. Morgens immer müde

Letzte Zugabe:

  1. Das Letzte Lied
  2. Immer wenn ich traurig bin

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Vorband war übrigens Sven van Thom, der so gut war, dass ich ihm einfach einen extra Blogpost widmen musste.


#Berlin 22 – Justin Timberlake @ o2-World (Zusatzkonzert)

Bereits am 24. April 2014 hatte ich das großartige Vergnügen, einen Abend mit Justin Timberlake zu verbringen. Damals stand ich ziemlich mittig im Publikum und hatte somit einen guten Überblick über die Bühne und die gesamte Halle. Doch dieses Mal wollte ich keinen Überblick, ich wollte JT! Und zwar so nah wie möglich!! Und ich schwöre, es hat geklappt, denn ich habe seine Schweißperlen von der Nasenspitze tropfen sehen, so verdammt NAH stand ich an der Bühne (vierte Reihe!!)!!!

Räusper.

Und nun bemühe ich mich wieder um eine sachliche Berichterstattung und hebe mir das fangirling für wann anders auf ;-)

Wie ich bereits erzählt habe, stand ich also mit meiner biergefüllten Blase, eingekesselt, in der vierten Reihe und wartete 2,5 Stunden auf den Beginn des Konzertes. Doch als es endlich losging, waren alle körperlichen Blessuren vergessen. Wie sich herausstellte stand ich nämlich genau richtig, so, dass JT die meiste Zeit der ersten Konzerthälfte auch direkt vor mir auf der Bühne zu sehen war.
Als die Musik zum Intro endlich einsetzte, ging eine regelrechte Hysterie durch die ersten Reihen. Einige hatten sogar Tränen in den Augen (ich natürlich nicht, nein..) und es braute sich eine Wahnsinnslautstärke aus Rufen, Gesang und Musik zusammen. Anders gesagt, es war wirklich laut und dennoch der beste Platz der gesamten Halle. Und genau wie beim Konzert im April, war die Show unglaublich gut und alles passte einfach bestens zusammen: Musik, Sound, Gesang und Choreographien. Und so sangen und tanzten wir uns in völliger Glückseligkeit durch die erste Hälfte der Show.

  1. Pusher Love Girl
  2. Gimme What I Don’t Know (I Want) (Snippet)
  3. Rock Your Body
  4. FutureSex/LoveSound
  5. Like I Love You
  6. My Love
  7. TKO
  8. Summer Love
  9. LoveStoned
  10. Until The End Of Time
  11. Holy Grail (Jay-Z Cover) (Snippet)
  12. Cry Me A River

Cry Me A River – NAH ab 0:50 ;-) | 4.Reihe

Während der zehnminütigen Pause mussten wir dann leider dennoch (aus blasentechnischen Gründen) unseren Platz wechseln. Vom Konzert im April wusste ich jedoch, dass sich in der zweiten Konzerthälfte ein Teil der Bühne lösen und über das gesamte Stehplatzpublikum hinweg, bis ans andere Ende der Halle, fahren würde. Diesmal standen wir also in der drittletzten Reihe und somit, für einige Zeit, wieder ganz vorne.

Heartbreak Hotel Elvis Presley Cover | 3.Reihe

Nachdem JT auf seiner Plattform wieder zurück zur Hauptbühne gefahren getanzt war, gab es selbst in den letzten Reihen niemanden mehr, der nicht zur Musik wippte. Dass die Stimmung vor der Bühne überkochte, wundert natürlich nicht aber. Dass sogar die letzten Stehplätze (von den Sitzplätzen mal ganz zu schweigen) völlig aus dem Häuschen waren, passiert dann doch eher selten.

Stimmung bei Take Back The Night – letzte Reihe

Was ich bereits nach meinem Konzert im April geschrieben habe, kann ich auch jetzt nochmal voller Überzeugung bestätigen: JT ist ein Vollblutmusiker und weiß genau was er tut. Dabei wirkt er keine Sekunde routiniert, langweilig oder abgehoben und schafft es mit Leichtigkeit das Publikum in seinen Bann zu ziehen.

Stimmung bei Mirrors – letzte Reihe

Ich bin auf jeden Fall noch immer völlig in seinem Bann. Justin Timberlake – meine Damen und Herren – wenn Sie nicht dabei waren, haben sie wirklich etwas verpasst. Dieser Mann weiß zu unterhalten und er ist wahrlich jeden einzelnen Cent wert. Seine Show ging etwa 2,5 Stunden und umfasste alle großen Hits, sowie neue Songs seiner beiden aktuellen Alben The 20/20 Experience 1&2.
Hier noch die Setliste der zweite Hälfte:

  1. Only When I Walk Away
  2. Drink You Away
  3. Tunnel Vision
  4. Señorita
  5. Let the Groove Get In
  6. Heartbreak Hotel (Elvis Presley Cover)
  7. Not a Bad Thing
  8. Human Nature (Michael Jackson Cover)
  9. What Goes Around… Comes Around
  10. Take Back the Night
  11. Jungle Boogie (Kool & The Gang Cover) (Snippet)
  12. Murder
  13. Poison (Bell Biv DeVoe Cover)
  14. Suit & Tie
  15. SexyBack
  16. Mirrors

PS.: Da ich kein Fan von andauerndem Handyherumgefuchtel auf Konzerten bin, habe ich nur ein paar kurze Videos gemacht um die Stimmung einzufangen und zu zeigen, WIE NAH (hatte ich das schon erwähnt?!) ich bei JT stand. Man berücksichtige noch die Kameraverzerrung, das heißt in Wirklichkeit war alles noch viel gewaltiger und näher (Schweißperlen und so..), aber mehr hat mein Handy leider nicht hergegeben. Dennoch viel Spaß beim anschauen (und den Regler schön auf „HD“ stellen :-)).
Was man auf den Videos übrigens nicht sieht ist, dass die ersten Reihen zum größten Teil aus männlichen Konzertbesuchern bestanden, die unmöglich alle vom anderen Ufer geschwommen sein können. Herzlichen Glückwunsch zum hervorragenden Musikgeschmack Jungs :-D


#Berlin 20 – Justin Timberlake @ o2-World (Warm-Up)

Eigentlich müsste ich doch ganz ruhig sein. Ich meine, ich habe es doch alles schon gesehen. Die ganze großartige Show. Und dennoch springt mir fast das Herz aus der Brust, als wir uns der o2-Arena nähern, verdammte Sch****!

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Da ich mich noch gänzlich im Urlaubsmodus befinde, habe ich auch überhaupt keine Ahnung wie spät es eigentlich ist und freue mich umso mehr, als wir an der Arena ankommen und noch nicht mal Einlass ist. Es bleibt also noch Zeit für ein Bier. (Im Nachhinein kann ich sagen, es war etwa 17.45 Uhr).

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Beim Trinken realisiere ich dann, wie kurz die Reihen vor den Eingängen sind und stelle mir vor, wir könnten ganz weit vorne stehen. Ich meine so mit richtg etwas Sehen, ohne eine Leinwand zu brauchen. Puh. Damit habe ich nicht gerechnet – und zack – ist die Aufregung wieder da.

Bevor ich nach Berlin gefahren bin, wurde ich gefragt, warum ich denn zweimal zum selben Konzert gehen würde.. Über die Antwort musste ich ein wenig nachdenken, aber warum schaut man sich einen Film mehrmals an oder liest ein Buch nochmal? Natürlich wegen den Gefühlen, die in einem ausgelöst werden! Was habe ich beim Lesen/Schauen empfunden? Und bei einem Konzert ist es genau so. Plus (und ich weiß nicht ob es vielen Menschen so geht, mir auf jeden Fall) in der Menge zu stehen, die laute Musik um einen herum zu hören und zu fühlen und die Lichter zu sehen, es ist wie ein Rausch und man kann gar nicht anders, als unendlich viele Glückshormone auszuschütten, laut zu singen und mitzutanzen. Und davon kann ich nie genug bekommen! Vorallem nicht, wenn auf der Bühne jemand steht den man nicht einfach nur gut, sondern großartig findet und das nicht erst seit gestern, sondern seit sehr vielen Jahren.

Doch zurück zum Warm-Up. Nachdem sich die Arenatüren öffneten und die Menschen in die Halle strömten, schaffte ich es mit meiner reizenden Begleitung doch tatsächlich nach ganz vorne – vierte Reihe Mitte, Baby!

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Durch die Kameralinse sieht es natürlich nicht so nah aus, wie es am Ende war, aber der Bühnenrand befand sich nur zwei Meter von mir entfernt UND DAS IST VERDAMMT NAH. Näher an einer so riesigen Bühne stand ich bisher nur einmal (die Story dazu kann man hier nachlesen). Und ab jetzt heißt es Warten, etwa 2,5 Stunden. Alles kein Problem, für JT kuschel ich gern mit fremden Menschen.. aber, wir erinnern uns kurz zurück.. ich habe gerade einen halben Liter Bier getrunken. Pfadfinderblase Ahoi! Aus Angst meinen wirklich NAHEN Stehplatz (hatte ich das schon erwähnt?!) zu verlieren, bleibe ich aber tapfer stehen. Und ich werde es mit Sicherheit nicht bereuen.


#Berlin 15 – Justin Timberlake @ o2-World

Über Musik lässt sich bekanntlich streiten (das weiß ich nur allzu gut), aber es gibt Künstler, ganz gleich ob man ihre Musik mag oder nicht, wenn man sich auf deren Konzert verirrt, ist es einfach so großartig, dass man gar nicht anders kann als sich in ihren Bann ziehen zu lassen. Ich habe allerdings keine Probleme mit der Musik von Justin Timberlake, nicht wie so manch anderer, der mich schief ansah, als ich erzählte zu welchem Konzert ich nach Berlin fahre. Genau genommen bin ich ein Timberlakefan der ziemlich ersten Stunde, obwohl ich es bisher tatsächlich noch nie auf ein Konzert von ihm (oder *NSYNC) geschafft habe.
Ganz egal, das Warten hat sich gelohnt. Was da gestern Abend in der o2-World abging war einfach der Wahnsinn! Die weiße Bühne, die aus vielen kleinen Sechsecken bestand und sich weit nach links, rechts und oben erstreckte, war an sich schon imposant, sollte später aber noch atemberaubender wirken, wenn sie sich als Videoleinwand und Versteck der Lightshow entpuppt.

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Der Sound war richtig gut, die Band „The Tennessee Kids“ (JT kommt ursprünglich aus Memphis, Tennessee) wusste genau was sie tat, da stimmte einfach alles und Justins Gesang, also das muss man einfach erlebt haben. Wie er auf der Bühne getanzt, gleichzeitig das Publikum angeheizt und dennoch nicht einen falschen oder schiefen Ton gesungen hat, der Mann ist ein Vollblutmusiker und wusste genau was er tut, ohne dabei auch nur eine Sekunde routiniert, langweilig oder abgehoben zu wirken. Auch spielte er einen Song am weißen Flügel und begleitete mehrere Lieder selber auf der Gitarre (darunter auch Cover von Elvis und Michael Jackson).

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Die Songauswahl war erste Sahne und es war wirklich alles dabei, was sich das Fanherz wünschen konnte.

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(Hier bei Cry me a river)

Der unbestrittene Höhepunkt kam dann in der zweiten Konzerthälfte, als sich ein Teil der Bühne löste und über die Köpfe des gesamten Stehplatzpublikums hinweg fuhr, quasi ans Ende der Halle. Zu diesem Zeitpunkt gab es, ohne zu übertreiben, kein Halten mehr.

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Mein Bruder sagte mal, „Scooter (Hyper Hyper) geben kein Konzert, die feiern mit allen Fans eine riesige Party!“, und genau daran musste ich in diesem Moment denken. Während die Bühne fuhr, verwandelte sich die gesamte Halle in eine Megaparty und die Leute drehten komplett durch. Sowas erlebt man wirklich selten auf einem Konzert. Und ich stand mittendrin.

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Ich weiß gar nicht, wie ich es noch besser beschreiben soll – es war wirklich ein ERLEBNIS! Und mit welcher Leichtigkeit und sympathischen Art (u. a. ein paar deutsche Sätze hier, einen Schnäpschen da und liebevolle Gesten dort) JT das Publikum in seinen Bann zog, es gab niemanden mehr, den es da noch auf seinem Sitzplatz gehalten hat, die Stimmung war einfach unglaublich!

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Nach Ende des Konzertes sah man überall glückliche, durchgeschwitze Menschen und sogar mein Liebster konnte kaum fassen, was er da gerade erlebt hatte und war restlos begeistert.
Zusatzkonzert am 06.06? Ich bin dabei!

Ps. Sollte es eine Petition gegen Rucksäcke und Taschen auf Konzerten geben – her damit – ich unterschreibe sofort! Was nehmen die Leute nur alles mit auf ein Konzert, dass sie dafür riesige Beutel, Taschen und Rucksäcke brauchen? Das ist doch nur Tanzbalast! Der „Deo-Tisch“ (direkt neben dem Eingang, wo alle Besucher ihr Deodorant/Parfüm abgeben mussten) war allerdings witzig und erinnerte auf jeden Fall an ein gut gefülltes Drogerieregal. (Geholfen hat es trotzdem nicht, liebe Konzertteilnehmer ;-)). Ach und zu guter Letzt, es darf nicht unerwähnt bleiben, das Konzert beginnt und überall leuchten Handydisplays auf, das wird tatsächlich immer schlimmer. Nichts gegen ein paar Schnappschüsse und ein kurzes Video, das mache ich auch, aber was nützen all die Bilder und Videos, wenn man am Ende gar nicht dabei war, sondern nur aufs Display geschaut hat?!


#Berlin 14 – End of day two

Es lag an den Frühstückseierkuchen (da bin ich mir sicher), dass dieser Tag so unglaublich großartig war. Erst dieses faszinierende, spannende Museum und danach „The 20/20 Experience“ mit dem fabelhaften Justin Timberlake. Ich bin noch immer so überwältigt, dass mir (fast) vollständig die Worte fehlen. Dieses Konzerterlebnis reiht sich mühelos unter die Top 5 meiner Das-war-ein-absolutes-Wahnsinnskonzert-Liste. Ausführlicher gibt es das Ganze später. Im Augenblick könnte ich es nur mit Fangirlworten beschreiben und das würde dann doch keiner verstehen (ASDFGHJKLYXCVBNM!!11) :-D