Machs gut Sommer, sei gegrüßt Herbst (2015)

Astronomisch gesehen ist heute Herbstanfang. Und auch auf die Gefahr hin, dass ich mich wiederhole, muss ich es noch einmal schreiben: es ist unglaublich, wie schnell die Zeit vergeht. Gerade erst war Sommersonnenwende und ich habe mir äußerst ambitionierte Pläne für die kommenden Wochen gemacht (Meine Sommer-Unbedingt-Tun-Liste 2015 kannst du hier nachlesen) und nun muss ich feststellen, dass ich nur sieben von 16 Punkten geschafft habe. Ich würde ja behaupten, dass ich nicht genug Zeit hatte, aber im Grunde war es einfach so warm, dass zu mehr als Baden ganz eindeutig die Lust (und Beweglichkeit) gefehlt hat. So sind zum Beispiel meine sorgfältig geplanten Ausflüge nach Berlin gar nicht erst zustande gekommen, denn wer will schon Fische schwimmen sehen, während einem selber der Schweiß den Rücken runter läuft. Dann doch lieber selber Fischlein spielen und im eigenen See baden. Die Sache mit der Rutsche habe ich schlicht vergessen und der DIY-Kram hat sich nicht ergeben. Die Schatzsuche haben wir zumindest begonnen, aber nichts gefunden. Der Geo-Cache war wohl gerade zur Reparatur. Und die Krönung des „nichts schaffen“ war dann das Essen beim Italiener, dass so schlecht und überteuert war, dass es demnächst noch einen eigene Blogpost bekommt.

Bleibt noch meine Sommer-Leseliste 2015. Sechs von 15 Büchern habe ich gelesen und es sind u.a. deshalb so wenig, weil ich nach dem sechsten Buch schon wieder andere Bücher zwischen den Fingern hatte, die ich sofort lesen musste.

Das waren:

  • Arthur Conan Doyle – Das Tal der Angst (Sherlock Holmes Band 4)
    (Mein Rating: 3/5)
  • Ben Aaronovitch – Fingerhut-Sommer (Peter Grant Band 5)
    (Mein Rating: 5/5)
  • Robin Sloan – Die sonderbare Buchhandlung des Mr. Penumbra
    (Mein Rating: 5/5)
  • Robin Sloan – Die unglaubliche Entdeckung des Mr. Penumbra
    (Mein Rating: 4/5)

Der Nachteil daran, wenn man ein gutes Buch liest ist, dass man bei unbekannten Autoren sofort nachsehen muss, was von ihnen sonst noch veröffentlicht wurde. So kommen auf ein gelesenes Buch im Schnitt drei neue Bücher. Auf der Herbst-Leseliste 2015 stehen daher in jedem Fall noch ein paar weitere Werke von Liv Winterberg und Anna McPartlin. Rachel Joyce hat mich dagegen überhaupt nicht überzeugt und ich bin mir nicht sicher, ob ich den Büchern über Harold Fry noch eine Chance geben will.

Wie auch immer, zusammengefasst kann man sagen: Auch im nächsten Jahr wird es wieder einen Sommer geben, zumindest astronomisch gesehen, und dann nehme ich mir einfach nur die Hälfte vor :-) Doch bis dahin heißt es: „Machs gut Sommer, sei gegrüßt Herbst“!


#HausAmSee 09 – Tagebuch Woche 4,5

Freitag:

Der Countdown läuft. Dieser Post ist mein letzter Eintrag vom #HausAmSee für dieses Jahr.

Ich finde es immer wieder beeindruckend, wie die Zeit gleichzeitig schnell und langsam vergehen kann. Man denkt sich „Was? Schon vier Wochen rum?“ und im selben Atemzug „Gefühlt waren wir ewig hier..“ In jedem Fall weiß der Wald, wie er mir den Abschied leicht machen kann. Zum Beispiel indem ich früh mit trockenem Mund aufwache und einen Schluck trinke, um dann festzustellen, dass plötzlich etwas in meinem Mund ist was da nicht hingehört: ein Ohrenkriecher, in voller Pracht. Ich spucke ihn ins Waschbecken und spüle nach. Der NerdMann sagt immer, ich solle nicht übertreiben, du weißt schon, wenn man Ungeziefer im Klo herunter spült und sich sicher ist, dass das Vieh mutiert auf 20-fache Größe wieder hoch krabbeln wird, um sich zu rächen. Ich übertreibe es also nicht und spüle nur kurz nach. Dann putze ich mir die Zähne vor lauter Ekel. Und während ich noch kräftig schrubbe, ja genau, krabbelt der Ohrenkriecher wieder aus dem Loch im Waschbecken. Diesmal lasse ich den Wasserhahn zehn Minuten laufen. Nur zur Sicherheit.

In der Nacht haben wir dann auch nochmal Besuch von der Maus im gelben Sack. Ich frage mich ob es dieselbe ist oder ein neuer Vertreter?

Samstag:

Heute gibt es noch einiges zu tun. Meine Aufgabe ist es, den Parkplatz wiederzufinden. Vor unserem Gartenzaun, zwischen Bäumen und Sträuchern, befinden sich (mittlerweile versteckt) zwei Stellplätze. Bewaffnet mit einer Gartenschere mache ich mich an die Arbeit. Unnötig zu erwähnen, dass der zu bekämpfende Strauch Dornen trägt. Doch am Ende trage ich den Sieg (und einen Haufen Grünzeug) von dannen.

20150815_110745

Nach getaner Arbeit winkt die verdiente Belohnung. Leider ist es auch ein Abschiedseis. Schnief.

20150815_161143

Und am Abend steht dann die letzte gemeinsame Bootstour an. Diesmal ohne Superhelden-Zwischenfall, dafür aber mit einem spektakulären Sonnenuntergang.

20150815_201910

20150815_202644

20150815_202355

Täusche ich mich, oder fliegt da ein (Wolken-)Drachen durch den Abendhimmel?

20150815_203143

20150815_203346

Sonntag:

Es ist soweit, heute heißt es Abschied nehmen vom wunderschönsten irgendwo im nirgendwo. Und das scheint auch das nirgendwo zu wissen, denn als ich am Morgen die Fensterläden öffne, kann ich den See vor lauter Nebel nicht sehen und das soll was heißen, immerhin ist er nur knapp 15 Meter entfernt. Als sich der Nebel gegen Mittag verzieht, wird es ein letztes Mal richtig warm. Wehmütig schwimmen wir noch einmal durchs Wasser und sehen dem Unwetter in der Ferne zu, wie es langsam zu uns herüber zieht. Unser Urlaub ist vorbei und nichts zeigt das deutlicher, als der erste Regen seit 3,5 Wochen. Und der hat es wirklich in sich – mit Blitz, Donner und Windböen fegt er um unser kleines Häuschen.

20150816_173112

Ich ziehe mir eine Strickjacke über und springe, ein wirklich allerletztes Mal, über den nassen Rasen, bevor ich ins Auto steige und die Heimfahrt antrete.
Bye bye Wald, mach es gut See, ich vermisse dich schon jetzt liebstes nirgendwo, bis zum nächsten Jahr du wunderschönes #HausAmSee.

20150816_173257


#HausAmSee 08 – Tagebuch Woche 4,0

Dienstag:

Wenn man für längere Zeit im Urlaub ist, kann es unter Umständen vorkommen, dass einem der Sinn nach körperlicher Ertüchtigung steht. In meinem Fall heißt das Gartenarbeit, daher habe ich ein Blumenbeet angelegt. Nun ist mein Daumen weder besonders grün, noch verstehe ich viel von Pflanzen, aber allein das Beet vom Unkraut zu befreien, kam einer Woche Fitness gleich. Wir reden hier nämlich nicht von ein paar kleinen Disteln oder etwas Löwenzahn, wir reden von Unkraut, dessen Stiele so dick sind wie kleine Äste, mit Dornen daran und Wurzeln, die sich quer durch das Beet ziehen und sich teilweise nur mit einer Heckenschere stutzen lassen, bevor man sie mit dem großen Spaten ausgraben kann. Wir reden von fiesem, gemeinem, hartnäckigem Unkraut! Drei ganze Schubkarren buddel ich aus dem Beet und habe dabei erst die Hälfte geschafft. Der beste Zeitpunkt für eine Pause also. Bis morgen. Man soll es mit dem Sport schließlich nicht übertreiben.

Am Abend machen Mini, Small und ich eine Abschiedsbootstour mit der Lieblingsmama. Wir tuckern um die kleinen Inseln und an den Ufern entlang und etwa 500m vor unserem Steg verebbt der Motor. Das Benzin ist alle. Der Kanister zum nachfüllen? Steht natürlich AUF dem Steg.
„Kein Problem“, meint Small und schnappt sich die Ruder. Noch während er uns in die richtige Richtung dreht, ruft Mini aufgeregt von hinten: „Kissen über Bord!“ Das Sofakissen treibt mit beachtlicher Schnelligkeit in die entgegengesetzte Richtung vom Boot und droht bereits unterzugehen. Small ist noch immer mit den Rudern und der Richtung beschäftigt und obwohl er für seine fünf Jahre beachtlich gut rudert, würde er es nicht mehr zum Kissen schaffen, soviel ist klar. Und nun kommt mein Superhelden-Moment: In Windeseile ziehe ich meine Klamotten aus (darunter trage ich mein Superheldenkostüm aka Bikini) und springe elegant wie ein Pinguin Rettungsschwimmer ins Wasser, kraule zum Kissen und rette es vor dem beinahe unausweichlichem Wassertod. Triumphierend schwimme ich zurück zum Boot, in dem Small ganz beeindruckt von meiner Leistung jubelt und Mini erschrocken weint, weil ich einfach aus dem Boot gesprungen bin.
Die halbe Bucht steht mittlerweile unauffällig am Ufer herum und schaut sich unser kleines Abendspektakel an (es haben schließlich nicht alle einen Fernsehanschluß), also erspare ich mir die Peinlichkeit, umständlich zurück ins Boot zu klettern und schwimme stattdessen zurück zum Steg. Leider hatte ich vergessen, dass der durchschnittliche Superheld überdurchschnittlich sportlich ist, also das ganze Gegenteil von mir. Wenigstens gehe ich nicht unter. Soviel Stolz kann ich gerade noch aufbringen.

Mittwoch:

Mitten in der Nacht werde ich von einem lauten Rumpeln geweckt. Jemand versucht die Haustür zu öffnen! Habe ich überhaupt abgeschlossen? Oder nur die Türläden zugeklappt? Es ist wie immer stockdunkel und natürlich ist mein erster Gedanke: Einbrecher! Am hellichten Tag betrachtet totaler Quatsch, es gibt weder etwas wertvolles zu stehlen, noch befinden wir uns in der Großstadt: Beschaffungskriminalität im Wald gleich Null. Trotzdem liege ich ziemlich angespannt im Bett und lausche, denn natürlich ist ausgerechnet heute der NerdMann über Nacht abwesend. Draußen ist das Rumpeln in ein Rascheln übergegangen. Dann höre ich jemanden reden. Es ist die Lieblingsmama! Ich schleiche in die Küche und sehe, dass sie den gelben Sack mit dem Plastikmüll aus der Küche entfernt hat. Offensichtlich hat sich eine Maus darin versteckt, die in der Stille der Nacht unaufhörlich herum raschelt. Als ich mich wieder ins Bett lege, frage ich mich wie sie das geschafft hat, immerhin hängt der Plastiksack gut einen Meter über dem Boden, an einem Haken an der Wand, dennoch schlafe ich problemlos wieder ein.
Etwas später, es beginnt gerade hell zu werden, erwache ich erneut. Der Geruch von unausgewaschenen Jogurthbechern, Käsepapier und Wurstverpackungen, mit lebender Maus dazwischen, scheint den halben Wald unter das Schlafzimmerfenster gelockt zu haben. Draußen tippelt und tappst, raschelt und brummt es. Sonnenaufgangsbrunch oder wie? Ich bin mir nicht sicher, ob die Maus ihren Plan mit dem gelben Sack noch immer so gut findet.
Nach dem Aufstehen möchte ich mir ein Bild von der Schlacht am Buffet machen, doch der Plastiksack sieht heil aus. Ich trage ihn vorsichtig in den Schuppen zu den anderen Säcken. Beim Abstellen scheint die Maus zu erwachen, jedenfalls raschelt es wieder. Schnell schließe ich die Tür vom Schuppen, nur für den Fall, dass es vielleicht doch keine Maus ist, sondern eine Ente. Hier draußen kann man nie wissen.

Am Vormittag beende ich meinen Kampf gegen das Unkraut. Das Foto ist ziemlich desillusionierend, mein Beet sieht winzig aus. Tatsächlich ist es aber bestimmt drei bis vier Meter lang. Und der grüne Streifen im Hintergrund ist kein Unkraut, auch wenn es den Anschein macht. Ich habe Schwielen an den Händen und Muskelkater in den Beinen. Mein Bedarf an körperlicher Betätigung und im speziellen Sport ist ganz und gar erfüllt.

20150812_102403

Donnerstag:

Noch vier Tage bleiben uns im Paradies. Und wir zählen mit einem lachenden und einem weinenden Auge die Stunden.
Weinend, weil es einfach richtig klasse ist im Wald zu wohnen, einen See direkt vor der Tür zu haben und all diese kleinen Dinge zu erleben, die man in der Stadt niemals erlebt. Weil es unbeschreiblich toll ist, dass der Sommer dieses Jahr wirklich ein Sommer ist und uns mit durchgehend warmen Wetter verwöhnt. Weil es großartig ist einfach schlafen zu können, fernab von Autos, Straßenbahnen, Baulärm und lauten Hausbewohnern (all das erwartet uns nämlich, wenn wir wieder zu Hause sind). Weil gutes Essen nirgends besser schmeckt, als wenn man den ganzen Tag an der frischen Luft ist und weil wir wissen, dass die Zeit, die wir zusammen haben, schon sehr bald wieder voller Verpflichtungen und Termine sein wird.
Und das lachende Auge erinnert uns daran, dass man tatsächlich auch zu viel Urlaub haben kann. Denn egal wie toll es hier ist, irgendwann wird Urlaubszeit zu Alltag, tägliche Abläufe zu Routine und damit auch ein Stück weit langweilig. Es ist nicht so, dass wir nach Hause wollen, aber wir merken alle vier, dass es langsam an der Zeit ist. Besser kann ich es im Moment nicht beschreiben.


#HausAmSee 07 – Tagebuch Woche 3,5

Freitag:

Beim Frühstück schauen wir „Wald-TV“. Zwei Eichhörnchen streiten sich lautstark und springen dabei von Baum zu Baum. Zwischendrin trennen sie sich immer mal wieder und auf den Krach der Zankerei folgt bedächtige Ruhe, nur unterbrochen vom Geräusch fallender Nussschalen und knabbernder Futteraufnahme. Ab und an schaut ein buschiger Schwanz oder ein weißer Bauch aus dem Geäst, dann geht ihr Streit von vorne los.

Auch wir müssen uns für weitere Futteraufnahmen vorbereiten und so fahren die Lieblingsmama und ich, nach dem Frühstück, zur nächstgelegenen Kaufhalle. Es ist schon jetzt unangenehm warm und als wir den Laden betreten, bringt auch das nur geringe Abkühlung. Doch an der Kasse wird es dann richtig „heiß“. Drei von vier Kassen sind besetzt (das gibt eine ungefähre Vorstellung davon, wie voll es ist). Plötzlich wird es hinter mir laut. Ein offensichtlich betrunkener Mann, etwa Ende 30, oberkörperfrei und stark durchtrainiert, taumelt durch die wartende Kundenschlange und stolpert dabei gegen einen anderen Mann, dieser so hoch wie breit. Der schubst ihn weg und einen Wimpernschlag später brennt die Luft und riecht nach Schlägerei. Der Filialleiter, so jung, dass er vermutlich gerade erst aus der Uni gefallen ist und körperlich beiden Männern weit unterlegen, versucht den Streit zu schlichten. Der Betrunkene verlässt unter viel Getöse und Geschrei den Laden.. nur um direkt wieder durch den Eingang hineinzukommen. Der arme Filialleiter, jetzt mit Telefon am Ohr (vermutlich Polizei), läuft dem Betrunkenen hinterher, der nun zurück im Kassenbereich ist und sich erneut versucht zu prügeln. Den Ladys wirft er dabei Kusshände zu und strahlt ein Siegerlächeln. Völlig verrückt. Der Filialleiter holt den verwirrten Mann endlich ein und will ihn am Arm nach draußen befördert, doch jetzt ist der Spaß vorbei und der Betrunkene verpasst dem Filialleiter einen Hieb, mitten ins Gesicht. Der gesamte Kassenbereich buht lautstark und die Kassiererinnen rufen, einer der starken Männer solle doch endlich dazwischen gehen. Tatsächlich stehen einige Schränke in Sichtweite, aber keiner traut sich. Letztendlich fassen sich ein paar ältere Damen ein Herz und verscheuchen den Betrunkenen, wie im Film, mit ihren Handtaschen. Draußen wartet auch schon die Polizei und nimmt den Unruhestifter in Empfang.
Das ganze Spektakel geht etwa zehn Minuten, während denen die Kassiererin unserer Kasse versucht, ein Päckchen Äpfel zu stornieren. Doch der ganze Trubel und die angespannte Stimmung lassen sie Fehler machen und nun hängt die Kasse. Ein Neustart dauert weitere fünf Minuten, bei dem sie mir erzählt, dass der Betrunkene bekannt, aber sonst immer höflich und friedlich ist und noch nie eine Schlägerei anzetteln wollte. Nach dem Neustart ist der Scanner kaputt. Ich packe also alle meine Lebensmittel wieder in den Wagen und versuche mich in die gegenüberliegende Schlange zu drängeln. Immerhin das funktioniert mit Erfolg. Nach gefühlten 30 Warteminuten verlassen wir endlich die Kaufhalle. Auch die Temperatur fühlt sich wie 30°. Jetzt schon.

Am Abend erzählt uns der Nachrichtenmann, was wir ohnehin schon dachten: Heute war der wärmste Tag des Jahres. Selbst bei uns am See war absolute Windstille und schwitzige 39° im Schatten. Es ist also (sonnen-)klar, wie wir unseren Tag verlebt haben.

20150806_102327

Samstag:

Heute machen wir eine Fahrt mit dem Dampfer, über vier der insgesamt sieben zusammenhängenden Seen.

20150808_152459

Mit dem Motorboot sind wir bisher immer nur bis zum dritten See gekommen, aber das ist lange nicht so komfortabel und vor allem nicht so leise, wie mit dem Dampfer. Ich trinke einen Eistee, den man wie normalen Tee mit einem Teebeutel, aber kaltem Wasser aufgießt. Kannte ich bisher nicht, finde ich aber gut.
Small und Mini finden die Fahrt total klasse, den es gibt sooo viel zu sehen. Dank der Hitze sind die Seen voller Boote und die Ufer voller Menschen, die baden, winken und lauthals Spaß haben. Sommer eben <3

20150808_170925

Sonntag:

Als wir am Vormittag einen kleinen Ausflug machen wollen, hat das Auto einen Platten. Normalerweise würde man sich über solch einen Vorfall furchtbar ärgern, aber wir haben Urlaub, also schwamm drüber. Wir fahren mit dem Auto der Lieblingsmama und erreichen ohne weitere Zwischenfälle unser Ziel: Schloss Königs Wusterhausen

20150809_101411

Mit Kultur und Gedöns brauchen wir den Kindern natürlich nicht kommen, glücklicherweise entdecken wir hinter dem Schloss einen ganz tollen Wasserspielplatz, der nicht nur Small und Mini in Verzückung versetzt.
Der Autoreifen hat übrigens ein defektes Ventil, obwohl ich es nicht ausschließe würde, dass ein paar gewisse Enten nachgeholfen haben..

Manchmal sitze ich am Ufer und beobachte diese Enten, wie sie wichtigtuerisch durch die Bucht schwimmen und sich dabei aufplustern. Das ist dann auch der Platz, von dem aus ich über meine Wald- und Seeabenteuer berichte. Traumhaft, nicht wahr?

20150809_161153

Und dies mein Ausblick:

20150809_161711

Und warum ist das Wasser braun? Ich befinde mich, wie du weißt, an einem See und dessen Boden ist natürlich voller Schlick, Sand und kompostierten Waldabfällen. Durch die Boote und den Wind, bleibt der See immer in Bewegung und der Boden wird aufgewirbelt. Daher wirkt das Wasser braun. Es ist also nicht dreckig oder giftig ;-)

Montag:

Heute gab es die große Eskalation auf dem Wasser! ZWEI Schwanenfamilien, mit je voller Federstärke (also zwei große und fünf kleine Schwäne), sind sich in der Bucht begegnet. Sie haben gefaucht und sich aufgeplustert wie schwimmende Kissen. Ich habe kurz überlegt, die Situation mit ein wenig Gangster Rap musikalisch zu untermalen, aber ich wollte ihre Aufmerksamkeit lieber nicht auf mich lenken. The battle of the Swans. Episch!

Mal abgesehen von diversen Tieren, schreibe ich immer darüber, wie ruhig und leer es am See und im Wald ist. Heute wurde ich allerdings eines besseren belehrt. Ich wollte nur kurz zum Briefkasten und eine Karte einstecken (ja, Briefkasten ham wa hier, total fortschrittlich ey), doch ich habe für einen Weg von etwa drei Minuten, 20 Minuten gebraucht. Auf den paar Metern bin ich so ziemlich jedem Nachbarn in die Arme gelaufen, der gerade da war und musste mich höflich unterhalten. Zum Briefkasten habe ich es am Ende gar nicht geschafft, aber Small konnte die Karte für mich einstecken. Puh.

20150810_160457


#HausAmSee 06 – Tagebuch Woche 3,0

Dienstag:

Ich kann mich nicht erinnern, wann das letzte Mal richtig Sommer war. Mit heißen Tagen, lauen Nächten und einer langen, regenfreien Zeit. Aber dieses Jahr ist so ein Sommer und ich wohne mit meiner Familie am See. Das diese zwei Umstände aufeinander fallen ist wirklich der Sommer-Jackpot :-) Und zu einem perfekten Sommer gehören natürlich auch die liebsten Freunde und so freue ich mich wahnsinnig, dass meine Freundin Pippi morgen Geburtstag hat und diesen mit uns, hier am See, feiern wird. Und um dem Geburtstagskind alle Ehre zu erweisen, steht am Dienstag Vormittag zunächst ein Rendezvous mit dem Staubsauger an. Mini schnappt sich einen Besen und schiebt mit akribischer Genauigkeit den Dreck im Häuschen hin und her (als er nicht hinsieht, sauge ich schnell alles weg).

Am Abend zieht es sich zu und wir sind uns nicht sicher, ob es Gewittern wird. Also schnell die Seife geschnappt und ab in den See, um für morgen gut zu duften. Doch gerade als ich ins Wasser gehen will, kommt die Schwanenfamilie angeschwommen. Scheinheilig halten sie genau auf mich zu, doch weder ihre flauschige Brut, noch deren unschuldige Blicke können mich über ihre Kampfformation hinweg täuschen.

20150804_210131

Ich trete vorsichtig den Rückzug an, aber die Schwäne sind völlig unbeeindruckt und umkreisen Steg und Ufer. Die Wolken werden immer dunkler und der Wind frischt auf, aber lasst euch Zeit Jungs, ich habe es überhaupt nicht eilig.. Und plötzlich wird mir klar warum sie nicht davon schwimmen, sie warten auf ihre Crew!

20150804_210322

Siehst du rechts im Bild die Ente? Ja! Die Schwanenmafia rückt an! Ich habe es mir nicht eingebildet! Diese drei Enten, die stets in Formation durch die Bucht schwimmen, sind die eigens von der Schwanenfamilie angeheuerte Mafia, die die Menschen in Schach halten sollen, wenn die Königsfamilie einen Ausflug machen will. So sieht es hier nämlich aus. Um sein Leben muss man fürchten, wenn man sich abends waschen will!
Aber irgendwie schaffe ich es, mich zwischen der abrückenden Schwanenfamilie und der anrückenden Mafia schnell zu waschen. Gewitter gibt es letztendlich auch nicht. Glück gehabt. Mal wieder ;-)

20150804_210354

Mittwoch:

Happy Birthday Pippi! Heute feiern wir, hier im wunderschönen nirgendwo, einen ganz besonderen Geburtstag. Es ist ein Tag voller Geschenke, Kuchen, leckerem Essen, Geburtstagsständchen, Blumensträuße und sogar einem Blumenkranz im Haar meiner Geburtstags-Pippi. Das beste an diesem Tag allerdings ist, dass ich kein Jahr älter werde (ist ja nicht mein Geburtstag) und dennoch das schönste Geschenk bekomme: Ich bin jetzt offiziell Patentante! (Und während ich das schreibe, muss ich mir vor Rührung gleich wieder ein paar Tränchen wegwischen, schnief.) Unnötig zu erwähnen, dass mein Patenkind das süßeste Patenkind von allen ist :-)

Donnerstag:

Um uns von der ganzen Mittwochs-Feierei zu erholen, machen wir heute eine ausgedehnte Bootstour. Der Himmel ist herrlich blau, die Sonne strahlt ihr schönstes Leuchten über das Wasser.

20150806_104026

Am meisten liebe ich es, an den Ufern entlang zu fahren und mir die vielen kleinen Ferienhäuschen anzusehen, die über all die Jahre gebaut oder renoviert wurden.

20150806_102417

20150806_102534
(Was die Kamera da für einen merkwürdigen Filter über die Fotos gelegt hat, mag ich allerdings nicht zu verstehen. Das war nicht gewollt.)

Theoretisch ist es sogar möglich über unseren See zu einem zweiten See zu fahren, dann auf einen dritten, vierten, usw. bis zu einem siebten und von dort über einen Fluß aufs Meer. Und von dort steht einem die Welt offen! Manchmal verirren sich tatsächlich Boote aus anderen Ländern bis zu uns. Vor ein paar Jahren legte zB. ein Boot aus Holland in der Bucht an.
Apropos Bucht. Heute gewähre ich dir einen exklusiven Blick auf die ominöse Bucht, mit ihrer eigenen Klimazone ;-) TaaDaa!

20150806_111803

So sieht es aus, im wunderschönen nirgendwo.

Als wir von unserem Bootstrip zurück kommen, sehen wir einen uns sehr bekannten Kopf im Wasser schwimmen. Es ist die Lieblingsmama, die uns mit folgenden Worten begrüßt: „Ich war in der Küche und habe überlegt abzuwaschen, aber dann dachte ich mir, ich gehe lieber schwimmen. Sorry, ich bin wohl die falsche Mutter wenn es ums Aufräumen geht.“ :-D

Falls es einen perfekten Sommernachmittag gibt, dann übrigens der heutige. Mit unseren liebsten Freunden und der Lieblingsmama baden wir, bis sich erste Schwimmhäute bilden, die Kinder (in dieser Konstellation immerhin vier zwischen 0,5 und 5,0 Jahren) spielen friedlich und fröhlich miteinander, es gibt Kaffee und Eis und Abend gönnen wir uns eine Menge Pizzen mit Berner Würstchen belegt. Es ist so idyllisch, dass man eine Postkarte von diesem Nachmittag drucken müsste. Der NerdMann und Tommy (das ist der Mann von Pippi, ist klar, ne?) versuchen auf Luftmatratzen zu surfen, Pippi und ich spielen Golf mit einem Paddel und Wasserbällen, Small lässt sich auf einem Ring hinter dem Motorboot durch die Bucht ziehen und Mini versucht die Schwimminsel zu entern, die mittlerweile immer wieder Luft verliert und mehr ein schwimmender Teppich als eine luftgefüllte Insel ist und die Lieblingsmama wäscht am Ende doch noch ab. Es ist herrlich.


#HausAmSee 05 – Tagebuch Woche 2,5

Freitag:

Wie ist eigentlich so eine Nacht im Wald? Für zarte Nerven in jedem Fall nichts. Es ist zumeist stockdunkel und, abgesehen von leichtem Blätterrauschen, totenstill. Ab und an hört man einen Waldkauz leise schuhuhen oder entfernt einen Hund bellen. Häufig plätschert es im See, wenn sich ein Fisch versucht eine Mücke zu schnappen und manchmal wacht man nachts auf, weil man Dinge hört, die definitiv zu nahe sind.
Ich wache also mitten in der Nacht auf und höre dieses Geräusch. Vielleicht ein Scharren oder Kratzen. Eine Maus auf dem Dachboden? Oder draußen vor dem Fenster? Dann wandert das Geräusch, wird lauter und arbeitet direkt unter meinem Fenster. Erstaunlich, wie mir plötzlich sämtliche Horrorfilme einfallen, die ich je gesehen habe. Ich liege wie erstarrt im Bett und lausche, was das Geräusch draußen macht. Es hat auf jeden Fall Tatzen, also ist es schon mal kein Wildschwein (oder ein Mensch..). Können sich Füchse eigentlich wie Hunde auf die Hinterbeine stellen und eine Türklinke öffnen? Ich springe aus dem Bett und schließe schnell die Tür ab, bevor ich mich wieder ins Bett lege und mir das Kissen über die Ohren ziehe. Ich bin wahrhaft mutig.

Nach einer, den Umständen entsprechend, kurzen Nacht, steht wieder ein Belegungswechsel an. Die Lieblingsmama fährt nach Hause und der NerdMann kommt zurück. Und ganz heimlich, still und leise ist auch der Sommer wieder da. Ich vermute einen kausalen Zusammenhang, aber die Beweislage ist nicht eindeutig. Eindeutig ist allerdings, dass der NerdMann seine letzte Postkarte (gnhihi) überholt hat.

image

Am Nachmittag steht Kindergeburtstag auf dem Programm und es ist zur Abwechslung mal ganz angenehm, eingeladen zu sein statt selber einzuladen. Während ich also friedlich meinen Kaffee trinke und leckere Muffins mümpfle,

20150731_153450

werden die Kinder mit Topfschlagen, Bonbonregen und schwimmenden Äpfeln beschäftigt. Das Highlight aber ist Würstchen schnappen, vor allem als ein Hund ins Spiel kommt. Der lässt sich nämlich überhaupt nicht an der Nase herumführen und schnappt erst zu, als schon keiner mehr damit rechnet und die Wurst direkt vor seiner Schnauze anhält. Cleveres Kerlchen.

20150731_WueSch

Samstag:

Guten Morgen Augenringe! Welch herrlicher Tag für ein gemeinsames Stelldichein. Die Nacht war so zerstückelt wie Hackfleisch in einer Bolognese – schlecht träumende Kinder, ein schnarchender NerdMann und zuviel warme Luft im Schlafzimmer. Es war wahrhaft großartig. Eigentlich hätte nur noch mein Freund von letzter Nacht gefehlt, doch unter dem Fenster war diesmal alles ruhig.

Den ganzen Tag Natur und im wesentlichen immer draußen sein, hat definitiv auch seine Nachteile. Seit der Sommer ein zweites Mal zu uns vorgedrungen ist, scheinen auch die Wespen große Pläne zu hegen und die bestehen darin, die Weltherrschaft an sich zu reissen ein Nest zu bauen, wo es herrlich nach Essen duftet – auf unserer Terrasse. Daher heißt unser neuer bester Freund Neptun 150. Es ist eine Blumenspritze, die 1,5l Wasser fasst und mittels pumpmechanik einiges an Wasser verteilen kann. Wenn sich beim Essen ungebetenen Gäste nähern, bekommen sie eine kräftige Ladung Wasser entgegen und fliegen davon. Muhaha.

Wenn wir nicht gerade unser Territorium gegen Wespen verteidigen, vertreiben wir uns die Zeit mit baden, auch wenn der See noch recht kühl ist. Am Abend gibt es ein kleines Lagerfeuer in der neuen Feuerschale. Ist sie nicht schön? (räusper). Dazu grillen wir Marshmallows und ich kann einen weiteren Punkt auf meiner Sommerliste abhaken.

20150801_203702

Sonntag:

Sonntag ist Schontag (oder so ähnlich). In der buchteigenen Klimazone gibt es nichts zu vermelden außer Sonne, Schweiß und einer Menge Faulenzerei. Dazu noch Baden und Bootstouren. So fühlt sich Sommer an.

20150802_164717

Montag:

Montag. Wie kann es schon wieder Montag sein? Und warum quillt der Wäschesack erneut über? Ich lasse meine Männer zurück und fahre allein nach Berlin. Was meine Fahrkünste angeht bin ich kein typisches Mädchen und fahre ganz gut, aber in der Hauptstadt war ich trotzdem noch nie allein. 11:09 Uhr passiere ich das Ortsschild und bin ziemlich stolz auf mich. Taylor Swift und ich singen lautstark um die Wette, während ich einen Tunnel nach dem anderen durchquere.
Und falls du einen schwarzen Octavia fährst und aus NOL kommst, dann hoffe ich du bist gut angekommen, dein Fahrstil ist nämlich zum fürchten! Die weißen Linien auf der Straße sind keine Berliner Street Art, wie man vielleicht vermuten könnte, sondern begrenzen die Fahrspuren auf der Autobahn und die gelten für ALLE Autos. Nur mal so.

Bevor ich mich dem Wäscheberg im Kofferraum widme, gehe ich erstmal shoppen. Es heißt doch, „Erst das Vergnügen und dann der Spaß“, oder verwechsle ich da was? Ein waghalsiges Wendemanöver später, finde ich auch die Einfahrt zum Parkhaus und schon bin ich drin, im bunten Land des Konsums. In diesem Fall: Primark. (Grüße an Dolly!)
Als ich mit zwei vollgepackten Tüten wieder herauskomme, sind drei Stunden vergangen. Ich schaue recht ungläubig auf die Uhr, aber sie bleibt hartnäckig. Keine Ahnung, wann die drei Stunden vergangen sein sollen, ich war doch nur kurz gucken.. Doch nun geht es weiter, direkt zum Waschsalon.

Dinge, die ich im Waschsalon tun wollte:

  • Wäsche waschen
  • einen Blogpost schreiben (nämlich diesen hier)

20150803_163102

Dinge, die ich stattdessen im Waschsalon getan habe:

  • zwei Maschinen gewaschen
  • festgestellt, dass das Kleingeld nicht reicht
  • eine Bank gesucht, um Geld abzuheben
  • Geld abgehoben
  • einen 1€-Shop gefunden, um Scheine in Münzen zu tauschen
  • eine weitere Maschine angestellt
  • geschwitzt
  • Chinanudeln gegessen
  • die Wäsche auf drei Trockner verteilt, 30 Minuten eingestellt
  • Kaffee getrunken und Spritzkuchen gegessen
  • weiter geschwitzt
  • Wäsche zusammengelegt und weitere 15 Minuten auf den Trockner gewartet, weil noch nicht alles getrocknet war
  • mich gefragt, warum ich mir das bei 34° antue und.. geschwitzt
  • schrullige Omis und betrunkene Männer im Laden beobachtet
  • mit dem Ladeninhaber übers Wetter philosophiert (nüchtern)
  • meinen Laptop völlig umsonst durch die Gegend getragen
    (denn diesen Blogpost habe ich letztendlich Zuhause im Bett geschrieben)
  • 15,50€ ausgegeben und 2,5h gebraucht um alles zu waschen, trocknen, zusammenzulegen und wieder im Auto zu verstauen

Doch Ende gut, alles gut. Was war ich froh, als ich wieder im Wald ankam und direkt in den See hüpfen konnte. Hier lässt es sich wirklich aushalten. Halleluja!


#HausAmSee 04 – Tagebuch Woche 2,0

Dienstag:

Das Vordach bekommt heute den letzten Schliff und die Dach-Jungs stehen schon 7:41 Uhr auf der Matte. Mir hingegen stehen die Haare kreuz und quer vom Kopf ab und ich kann mich kaum artikulieren. Nach dem Frühstück kämpfe ich mit meiner Frisur und anschließend machen wir einen Waldspaziergang, um dem Gehämmer zu entfliehen. Herrlich diese Ruhe.

20150728_090748

Das Dach erstrahlt in neuem Glanz und wir räumen die Terrasse auf. Die Lieblingsmama saugt wie ein Weltmeister und doch plötzlich geht der Staubsauger aus. Ich habe die ganz hervorragende Idee nachzusehen, ob der Beutel vielleicht voll ist? Nein, der Beutel ist nicht voll, denn der Inhalt verteilt sich direkt wieder auf dem Boden der Terrasse. Der Staubsaugerbeutel war falsch herum eingelegt (Männer…) und den Rest dieser dreckigen Geschichte (inklusive diverser Flüche) kannst du dir sicher denken.

Zur nervlichen Beruhigung gehen wir ein zweites Mal in den Wald, dieses Mal um Pilze zu suchen. Doch statt Pilzen finden wir Seerosen im Froschteich und einen Ameisenhaufen (kribbel krabbel..),

20150727_1

der einzige Pilz, den wir finden, erinnert stark an ein Märchen und ist mit Sicherheit genauso gefährlich. Also heute keine Pilzpfanne.

Mittwoch:

Wind, Wind, Wind. Aber die Lieblingsmama möchte frischen Kuchen essen und deswegen steigen wir ins Boot und fahren auf die andere Seite des Sees zum Bäcker. Ich habe das Gefühl, dass wir überhaupt nicht von der Stelle kommen. Ist das etwa eine Wasserschnecke, die uns da gerade überholt? Ein paar Wellen nehmen zudem soviel Schwung, dass wir wie in einer Nussschale hin und her geschaukelt werden. Ich mache mir ja keine Sorgen übers reinfallen (die Jungs tragen Schwimmwesten), aber wenn der Kuchen nass wird!

Am frühen Abend kann ich mich allerdings nicht mehr vorm Wasser drücken, denn ich muss mir dringend die Haare waschen. Das Wasserthermometer zeigt 21°. Dazu noch eine frische Brise Wind und man fühlt sich direkt wie Zuhause – wenn das warme Wasser ausfällt und jemand das Fenster aufmacht während man duscht. Wenigstens die Schwanenmafia lässt mich heute in Ruhe. Ich leide wahrlich genug.

Der NerdMann scheint übrigens auch zu leiden, denn er schickt jeden Tag eine Postkarte, seit er weggefahren ist :-) Heute sogar mit „kleiner“ Beilage. Vielen Dank und Liebesgrüße nach Leipzig :-*

20150730_205242

Donnerstag:

Winter is coming.. zumindest fühlt es sich so an, als ich am Morgen aus dem Häuschen trete. Der Wind pustet mir frischen Kloduft um die Nase, denn der Güllewagen leert gerade die Klärgrube. Morgenstund‘ und so.

Das bessere Highlight des Tages ist der Besuch der Postfrau. Sie bringt eine weitere Postkarte vom NerdMann (gnhihi)

20150730_205301

und ein Paket Bücher. Wieder mit Ritter Rost zum schmunzeln.

20150730_200146
Ritter Rost und der Drache


#HausAmSee 03 – Tagebuch Woche 1,5

Freitag:

Auch an diesem Morgen werde ich von streitendem Federvieh geweckt. Diesmal zanken sich zwei Kohlmeisen im Efeu vor dem Schlafzimmerfenster. Vielleicht hat er vergessen die Wurmreste runterzubringen oder sie hat dem Vogel von nebenan schöne Augen gemacht. Ich weiß es nicht, aber es geht heiß her im Efeu.

„Heiß her“ geht es übrigens auch im Wäscheschrank, denn obwohl wir Dienstag extra im Waschsalon waren, stapeln sich heute schon wieder Minis dreckige Hosen.. Ich frage ihn, ob er mich ärgern will und er antwortet mit „ja“. Super Sache. Also wasche ich alles mit der Hand, schließlich habe ich keine Wahl (und ich fürchte er weiß das). Auf dem Weg zur Wäscheleine hinterm Haus springen mir unzählige Grashüpfer um die Füße. Ihr chaotisches Gehopse sieht lustig aus, wie kleine Erbsen, die gerade runter fallen.

Am Abend beschließt der NerdMann, dass heute ein idealer Tag zum Grillen ist. Das Wetter ist so unglaublich sommerlich, dass wir vom vielen Baden bereits Schwimmhäute bekommen. Zitat: „An so einem Tag gehört es sich einfach, etwas gegrilltes zu essen!“ Ich esse Fisch und hake damit einen weiteren Punkt auf meiner Sommerliste ab.

20150724_201111

Samstag:

Man sollte nicht glauben, dass hier in der Einöde nichts los ist. Samstags, zum Beispiel, veranstaltet der örtliche Schrottplatz regelmäßig einen Flohmarkt. Dort sucht man sich dann etwas aus, dieses etwas wird gewogen und dann zahlt man, je nach Material, einen Kilopreis für seinen Fund. Na, klingt das nicht nach Spaß? Small und der NerdMann sind jedenfalls hin und weg von ihrem Fund und kommen mit einer Feuerschale zurück. Das Teil sieht aus, als würde es gleich zusammen brechen, aber es wiegt 25kg und ich kann es keinen Meter bewegen. Der NerdMann holt erstmal den Papierkorb und verbrennt dessen Inhalt, „weil es geht“. Männer.

Apropos. Am Nachmittag wollen meine Männer Abenteuer erleben und deshalb gehen wir Geocachen. Das ist wie Schatzsuche, nur für Nerds und mit „viel digital“. Die Straße zum ersten Cache (Schatz) ist als solche kaum zu erkennen und wir brauchen für 5 km fast eine halbe Stunde mit dem Auto. „Der Cache ist am Baum“ ist übrigens keine besonders detaillierte Beschreibung des Fundortes, wenn man sich in einem Wald befindet.

wpid-20150725_160304.jpg

Wir suchen und suchen und finden – nichts. Egal, weiter. Der zweite Cache ist auf einem kleinen Berg und diesmal bin ich der Grund, dass wir nichts finden. Es ist so warm und der Julisturm hat uns mittlerweile auch erreicht. Er pustet eine Menge fönwarme Luft durch die Gegend und deswegen bin ich gegen laufen und für Eis essen. Immerhin das Eis ist ein echter Erfolg. Ich kann mich kaum entscheiden und wähle schließlich Cheesecake und Ricotta-Feige.

wpid-20150725_170027.jpg

Am Abend nimmt der Sturm noch zu und fegt dermaßen heftig ums Haus, dass diesmal wirklich fast das Vordach dran glauben muss. Ein Getöse in der Bucht, dagegen klingen Kohlmeisen und Haubentaucher wie ein Stummfilm.

Sonntag:

Es ist kalt – nur 14 Grad beim Aufstehen und der Wind pfeift noch immer. Ich verkrieche mich in die Küche bis die Sonne raus kommt. Als ich beim Abtrocknen aus dem Küchenfenster schaue, entdecke ich auf dem Weg vom Tor zum Haus eine Bachstelze. Die Bachstelze an sich ist schwarz-weiß-grau und hat einen langen Federschwanz, der ihr beim Laufen neckisch übers Gras wippt (ja, man nennt das Wippschwanz, gnihihi). Meine Bachstelze sieht zudem aus, als ob sie einen schicken Irokesenhaarschnitt auf dem Kopf trägt. Sich ihrer Auffälligkeit völlig bewusst sieht sich die Bach-punk-stelze immer wieder um, als wolle sie sicher gehen, dass ihr Auftritt auch entsprechend gewürdigt wird. Applaus ist sie aber nicht gewohnt, denn als ich Beifall klatsche fliegt sie davon.

Am Abend gibt es dann noch einen Belegungswechsel. Die Lieblingsmama kommt, der NerdMann geht. Er ist nämlich zu gut für diese Welt und muss mal wieder ein paar andere Nerdseelen retten, bevor er seinen wohlverdienten Urlaub mit uns fortsetzen kann.

Montag:

Der Montag ist anstrengend (schon wieder), denn das klapprige Vordach wird heute ausgetauscht. Dafür haben wir die Handwerker im vorm Haus und die sägen und hämmern und zeigen, wie viel Krach sie machen können. Unser Extrazimmer „Terrasse“ ist durch die Bauarbeiten nicht benutzbar und das Wetter ist montagsmäßig sowieso nicht zu gebrauchen. Ich habe echt schlechte Laune. Wenigstens tragen mir die netten Dach-Jungs die Feuerschale des NerdMann in den Schuppen, bevor sich die Asche über der ganzen Wiese verteilt. Sie lachen dabei, als ob sie nichts wiegen würde. Ich bin so ein Mädchen.


#HausAmSee 02 – Tagebuch Woche 1,0

Dienstag:

Als es dämmert werde ich von lautem Geschnatter geweckt und das meine ich wörtlich. Ein paar Enten schreien so laut über den See, dass es mich wundert, dass sich noch keiner beschwert hat sie sollen leiser schnattern.

Außerdem tritt der worst case ein. Mini vergisst über Nacht, dass er eigentlich trocken ist und die unbedeutende Tatsache, dass wir keine Waschmaschine besitzen. Also stopfen wir sein gesamtes Bettzeug in den Kofferraum und fahren nach Berlin, ich hörte da gibt es Waschsalons. Das Glück scheint mit uns und wir finden recht schnell eine freie Waschmaschine. Während die Wäsche ihre Runden dreht, gehen wir ein Eis essen. Small und Mini interessieren fehlende Waschmöglichkeiten übrigens herzlich wenig und so landet die Hälfte des Eis‘ auf ihren Sachen und ein weiterer Teil auf der Bank vor der Eisdiele. Taschentücher habe ich natürlich auch keine dabei und bin gezwungen eine Drogerie aufzusuchen um Feuchttücher zu kaufen. Aber ich hätte es mir sparen können, denn die Jungs schmieren ihre Eisspuren an allem ab, was sie dort in die Hände kriegen. Beim Bezahlen tue ich einfach so, als gehören sie nicht zu mir, doch dann sprechen sie mich mit „Mama“ an und ich kann den Kassierer (der Filialleiter, ausgerechnet!) nur entschuldigend anlächeln. Nun ja.
Zurück im Waschsalon stopfe ich die nassen Klamotten in den Trockner und muss die Jungs weitere 30 Minuten in Schach halten. (Der NerdMann besorgt derweil einen neuen „Kasten mit Internet“.) Ich überlege sie auch noch schnell in eine Waschmaschine zu stopfen, immerhin kleben sie von oben bis unten (Mini hat sogar Eis am Hinterkopf), aber die anderen Leute gucken schon komisch. Also ziehe ich stattdessen die Wunderwaffe aller Mütter aus meiner Handtasche (zumindest zu meiner Zeit..) – einen GameBoy mit SuperMarioLand! Die Jungs sind beschäftigt und erfreuen den Rest der Kundschaft mit dem fröhlichen Sound von Pilzen, Sternen und Blumen (düm düdüdum, düdüdümdümdümdümdümdümdümdüm..).

Nachdem Wäsche, Kinder und meine Nerven wieder im Auto verstaut sind, freue ich mich, dass es nun wieder zurück in die Einöde geht und werde auch direkt für den nervigen Nachmittag entschädigt. Auf dem ungepflasterten Waldweg zu unserem Häuschen sehen wir plötzlich ein Reh. Es wechselt vor unseren Augen die Straßenseite und ist dabei viel größer als ich mir so ein Reh vorgestellt habe. Sein weiches Fell schimmert rotbraun in der Abendsonne und seine schwarzen Knopfaugen schauen kurz scheu in unsere Richtung. Ein wirklich schönes Tier. So etwas erlebt man eben nur im nirgendwo. Am Abend höre ich wieder das laute Geschnatter der Enten vom Morgen und laufe zum Steg um ein ernstes Wort mit ihnen zu reden. Aber ich komme gar nicht zu Wort, denn meine „Enten“ entpuppen sich als Haubentaucher. Zwei ausgewachsene und vier Jungtiere schwimmen an mir vorbei und machen dabei einen Krach, als streiteten sie sich darüber, welchen Film sie heute Abend ansehen wollen. Ich lasse sie ziehen, vorerst, denn ich muss an meinen Ausflug in den Waschsalon denken und bemitleide die Haubentauchereltern ein wenig dafür, dass sie ihre Brut nicht mal kurz mit einem GameBoy ruhig stellen können.

Mittwoch:

Trotz Einöde haben wir auch hier Nachbarn. Rechts wohnt ein älterer Herr, der stets zu sagen pflegt, „Man ist ja keine 90 mehr“, denn er ist bereits 93, aber fährt jeden Mittag mit seinem Boot zum Bäcker auf der anderen Seite des Sees und kauft sich dort eine Zeitung. Er ist beachtlich gut in Form. Linkerhand wird ebenso mehrgenerationsmäßig Urlaub gemacht wie bei uns und zur Zeit beherbergt das Grundstück unserer Nachbarn auch zwei kleine Hunde. Als wir am Nachmittag auf der Wiese sitzen kommt es daher zu einem spannenden Schauspiel. Wir bekommen Besuch von einer Schwanenfamilie.

20150722_173446

Der Schwan an sich ist bereits ein sehr eigensinniges Tier, aber mit seinen Kindern im Gepäck ist er wirklich ungenießbar. Die Hunde fangen also an mit bellen und können nur mit Mühe und Not am Halsband gepackt werden, bevor sie sich auf die fauchenden Schwäne stürzen, die ihre Junge verteidigen. Aber nicht, dass sich die Schwaneneltern irgendwie einschüchtern lassen. Nein, sie plustern sich auf und kommen immer näher. Ein Fauchen und Bellen fegt über den See, dann reißt sich einer der Hunde doch noch los und stürzt vor ans Ufer. Hätte ich mal ein Video gemacht, der totale Tier-Krimi direkt auf unserer Wiese. Der Hund entsinnt sich dennoch rechtzeitig, dass er kein Wasser mag und auch nicht schwimmen kann und belässt es beim wütenden Bellen, während die zickigen Schwäne von dannen schwimmen. Mal im Ernst. Kommen an, fauchen und wundern sich, wenn die Hunde anfangen ihr Herrchen zu beschützen.

Am späteren Abend steht dann noch das tägliche Waschprogramm an. Du erinnerst dich vielleicht, dass ich erzählt habe, dass es keine Dusche gibt. Wer sich waschen will geht bei Wind und Wetter in den See. Während ich mich also mit Himbeer-Limette in eine duftende Waldfee verwandle, kommt eine weitere Federfamilie auf uns zugeschwommen. Diesmal sind es fünf Enten. Am Anfang sind sie ein Stück entfernt, doch jedes Mal wenn ich mich umdrehe, verringert sich der Abstand. Ich fühle mich verfolgt. Bevor sie jedoch den Steg erreichen, sind wir sauber genug und treten den Rückzug an, man kann nie wissen. Am Ende sind diese Enten noch Teil einer Schwanenmafia.

Donnerstag:

Die letzte Nacht fiel ziemlich kurz aus, denn in der buchteigenen Klimazone war mal wieder Chaos. Ein Unwetter vom Feinsten. Erst erhellen unzählige Blitze den Himmel, ohne dass auch nur ein Donnern zu hören ist und plötzlich bricht die Hölle los. Es scheppert und knallt um unser kleines Häuschen, dass ich zwischenzeitlich Angst habe das Dach könnte wegfliegen. Heidewitzka. Irgendwann zwischen all dem Krach schlafe ich doch noch ein und am nächsten Morgen strahlt die Sonne vom Himmel, als wäre nichts gewesen. Wir holen den reparierten Außenmotor aus der Werkstatt und machen eine Bootstour über den See und den nächsten See und den übernächsten.

20150723_155559

Das Wasser spritzt unter dem Boot hervor und wirft kleine Perlen in die Luft, die in der Sonne glitzern. Es weht ein leichter Wind, der das Wasser in Abständen zu größeren Wellen auftürmt, so dass wir mit unserem kleinen Boot immer Mal wieder ordentlich durchgeschaukelt werden.

20150723_162934

Small und Mini jauchzen vor Freude und ich lasse die Seele baumeln (und wenn sie nicht hingucken esse ich heimlich Chips). Über uns fliegt ein Vogel, der einen Stock in seinen Krallen festhält. Ich frage mich gerade, ob er sich mit dem Gewicht nicht ein bißchen überschätzt, als seine Beute vor mir ins Wasser fällt. Der Vogel macht kehrt und fliegt zum Wald zurück. Als wir später in einen Kanal fahren, der See zwei mit See drei verbindet, treffen wir auf alte Freunde. Ich höre sie, noch bevor ich sie sehe: die Haubentaucherfamilie von Dienstag! Leider wollen sie kein Foto von sich machen lassen, daher gibt es nur ein Foto vom Kanal und die Vögel denkst du dir einfach ins Bild.

20150723_161733


#HausAmSee 01 – Tagebuch Woche 0,5

Man könnte meinen, dass auf einem kleinen Grundstück am See, mitten im Wald, nichts passiert was erzählenswert wäre. Man könnte außerdem denken, dass man sich auf eben diesen paar Quadratmetern langweilt und nichts mit seiner Zeit anzufangen weiß. Vielleicht kommt man auf den Gedanken, dass sich jeder Tag gleich anfühlt und unbedeutend dahin plätschert.

Aber so ist es nicht.

Freitag:

Die Räder unseres Autos sind noch nicht ganz zum Stillstand gekommen, da haben wir bereits Badesachen an und springen nach 4 Stunden Autofahrt endlich vom Steg ins kühle Nass. Das Thermometer zeigt 32° an. Jippie, wir sind endlich da!

20150717_161343

Samstag:

Auch heute ist bestes Wetter in Sicht. Bevor die große Hitze anrollt, fahren wir zur nächsten Kaufhalle und decken uns mit Fisch, Fleisch und Grillkäse ein. Für den Abend steht Freundebesuch mit Grillen und Feuerschale an. Zwar zerstechen uns die Mücken, doch das tut der Stimmung keinen Abbruch. Den Nachmittag verbringen wir damit, dass uns der NerdMann mittels Seil und Reifen hinter dem Ruderboot mit Außenmotor herzieht. Ich kann nicht aufhören zu lachen und falle ständig ins Wasser.

Sonntag:

Die Nacht ist schnell vorbei, der Morgen beginnt früh. Kurz nach sieben Uhr sitze ich im Ruderboot und meine (wahnsinnige) Freundin Pippi rudert mich durch die morgendliche Sonntagsruhe. Es ist so friedlich wie es (mit vierfachem Nachwuchs an Bord) nur sein kann. Nach dem Frühstück geht die Welt unter und es regnet in so dicken Tropfen vom Himmel, dass wir später das Boot auspumpen müssen, damit es nicht untergeht. Unser Besuch schwimmt fährt derweil wieder Richtung Heimat (schön war’s ihr Liebsten!). Am Nachmittag reißt der Himmel auf und vom Unwetter ist nichts mehr zu sehen (außer das volle Boot vielleicht).

Unsere Sommerdatsche steht übrigens in einer kleinen Bucht, über die ich seit Jahren die Vermutung hege, dass sie eine eigene Klimazone beherbergt. Eine Klimazone voller Extreme nämlich. Letztes Jahr zum Beispiel ist unweit unseres Häuschens der Blitz eingeschlagen und hat einen ganzen Baum in den See stürzen lassen. Der Knall war so laut, dass ich dachte ich werde taub. Wenn es regnet, dann eigentlich immer Sturzbäche, gibt es ein Unwetter, dann donnert und blitzt es, als würde hier ein Endzeitfilm mit zu vielen Special Effects gedreht werden, weht Wind ist es immer gleich ein Sturm und scheint die Sonne, dann brutzelt der See.

Montag:

Auch im Paradies wird es Montag und der beginnt mit Chaos. Erst geht der Außenmotor vom Ruderboot kaputt, dann „der weiße Kasten in dem das Internet wohnt“. Großartig. Außerdem wird mir klar, warum ich zumeist E-Books lese.. mein Reader ist nämlich mit Beleuchtung und die ist äußerst praktisch, wenn man nachts nicht schlafen kann. Ich habe versucht meinem Buch gut zuzureden, aber es will einfach nicht im Dunkeln leuchten. Und weil der Montag ohnehin gelaufen ist, fahren wir dann auch noch in den nächstgelegenen Konsumtempel aka Einkaufscenter, weil wir so „lebenswichtige“ Dinge wie Geschirrtücher vergessen haben und der NerdMann einen Baumarkt braucht. Dort kauft er einen Rasensprenger (boah wie spießig!) und freut sich beim wässern des Rasens wie ein kleines Kind.

20150720_191959

Small ist derweil mit mir im Buchladen unterwegs, aber ich kann mir kein Buch kaufen, weil er mir mein letztes Bargeld abschwatzt um seine eigene Büchersammlung zu erweitern (eine gute Investition, wie könnte ich da nein sagen). Für Mini nehmen wir ein weiteres Pixie-Buch von Ritter Rost mit und beim Vorlesen muss ich wieder schallend lachen.

wpid-20150726_110110.jpg
Ritter Rost und der Prinz, Pixie-Serie 222